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16.02.18

CoopGo - Migrationsgenossenschaften

Jetzt können Migranten endlich auch  Verantwortung für ihr Herkunftsland übernehmen
DEGP: „One World Coops“ – So werden aus Sozialkosten die neuen Zukunftsinvestitionen  

Dass Migration und Entwicklung stets zwei Seiten der gleichen Münze sind, hat die UN längst erkannt. Die Diskussion, ob sich Migration und Entwicklung bedingen, wird seit Jahren geführt. Bereits in den 70er Jahren wurde über die Folgen von Migration in den Herkunftsländern diskutiert. Das damalige Resümee: Abwandern tun meist die Menschen, die in den Herkunftsländern dringend gebraucht werden. Nicht von der Hand zu weisen ist jedoch auch, dass der Geldtransfer der Migranten in ihre Herkunftsländer auf über 440 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, was dem Dreifachen der offiziellen Entwicklungshilfe entspricht. Und zugleich prognostizieren Wissenschaftler, wie Prof. Sinn, dass die Kosten pro Flüchtling in Deutschland, sich tendenziell auf 450.000 (EU) bewegen könnten.
Angesichts solcher „Widersprüche“, die man eigentlich kaum der Bevölkerung in Deutschland wirklich vermitteln kann, ist die Frage erlaubt, ob mehr „Staatshilfe“ oder eher mehr „Selbsthilfe“ der geeignetere Weg zu einer sinnvollen Lösung sein könnte?
Der Fachausschuss  „CoopGo – One World Coop“ des Deutsch-Europäischen Genossenschaftsverbandes  (DEGP) hatte Migranten, Genossenschaftler, Politiker, Wissenschaftler, Künstler und Journalisten zusammengeführt, um nach (ganzheitlich kooperativen) „Selbstverantwortungslösungen“ zu suchen. Daraus entstand das Konzept „Migrationsgenossenschaften“.     

Zu Beginn der Konferenz erinnerte der DEGP – Vorstand, Gerd K. Schaumann daran, dass bereits das CoopGo-Konzept „Integrationsgenossenschaften“ durchaus erfolgreich – Diskussion und  Perspektive auf mehr „Hilfe zur Selbsthilfe“ seitens der Migranten gelenkt hat.  
„Migrationsgenossenschaften“ sollen nicht das Konzept  „Integrationsgenossenschaften“ überflüssig machen. Ansatz und Adressaten für Migrationsgenossenschaften sind erheblich anders.  Wir haben in Deutschland über 17 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das sind fast 22% der gesamten Bevölkerung. Dies ist ein enormes „WirKraft-Potenzial“, das sich quer durch die Gesellschaft zieht. Allein die 58 Abgeordneten im Bundestag (mit Migrationshintergrund) zeigen, welche Kräfte zu bündeln wären, um praxisnahe Selbsthilfe-Aktivitäten zu entwickeln. Migrationsgenossenschaften sollen genau das ermöglichen.

Die Kernpunkte des Konzeptes Migrationsgenossenschaften  - kurz zusammengefasst lauten:

1.   Das Thema „Migrationsgenossenschaften“ wendet sich besonders an alle Menschen mit Migrationshintergrund  in Deutschland.  Ihre Migrationshintergründe mögen wahrscheinlich andere sein, wie die der Migranten, die ab 2015 in Deutschland eintrafen. Dennoch haben sie  nachhaltig eigene Erfahrungen gesammelt, wie es ist, fremd in einem anderen Land zu sein.  Sie kennen Migration aus eigenem Erleben. Es ist für Migranten wichtig, das zu wessen, denn es schafft mehr Perspektive.
2.   Inzwischen sind Migranten in Deutschland – besonders die seit langem in Deutschland wohnen - in viele wichtige Funktionen und Positionen emporgestiegen. In der Zeitschrift  „The Huffington Post“ wird das so zusammengefasst: Sie machen Politik, schießen Tore, stürmen die Charts und holen Nobelpreise. Flüchtlinge und Migranten haben Deutschland schon immer geprägt. Sie haben geholfen unser Land zu dem zu machen, was es heute ist: Ein innovatives, weltoffenes, HighTech-Land, das in Wirtschaft, Kultur, Sport und Wissenschaft global Maßstäbe setzt“.  
3.   Deshalb sind die „etablierten“ Migranten besonders auf- und herausgefordert. Sie können sich – je nach ihren Fähigkeiten - jetzt aktiv für Migration engagieren. Ihre Erfahrungen sind wichtig und Ihre „Ausstrahlung“ und ihr „Einfluss soll helfen, solche Projekte zu initiieren und zeitnah zu realisieren. Wenn die ersten „Migrationsgenossenschaften“ ins Leben gerufen sind, ergeben sich die individuellen Besonderheiten von selbst. Es muss der erste Schritt zeitnah gegangen werden …
4.   Migrationsgenossenschaften sollen helfen, einen dringend notwendigen Einstieg zu einen Perspektivenwechsel in der Migrationspolitik vorzubereiten. Bisher stand die soziale Integration der Migranten im Vordergrund.  Das hatte auch Folgen: Nachvollziehbar, dass dies verstärkt Zweifel in der Bevölkerung aufkommen ließ, weil man nicht erkannte, dass zugleich auch Lösungen entwickelt wurden, die an den Ursachen ansetzen: Den problematischen ökonomischen Entwicklung der Herkunftsländer.
5.   Migrationsgenossenschaften haben stets in Deutschland ihre „Start-Basis“. Sie sind jedoch von Anfang an darauf ausgerichtet, Migranten so zu qualifizieren, dass sie in der Lage sind, in ihren Herkunftsländern ökonomische Impulse auszulösen. Eine der Umsetzungsformen ist z.B. die Gründung von „Töchtern“ oder „Niederlassungen der Migrationsgenossenschaften in den Herkunftsländern    
6.   Migrationsgenossenschaften wenden sich zunächst an „Neu-Migranten“, die bereits in ihren Herkunftsländern selbständig waren oder die sich jetzt in Deutschland  unternehmerisch betätigen wollen. Einseitig Migranten in „abhängige Beschäftigungsfelder“ zu verpflichten, ist auf Dauer nicht unproblematisch. Also nutzt man – freiwillig – optional einen Weg in die kooperative Eigenständigkeit.

„Prominente“ Migranten, sollen das Konzept beflügeln. Politiker wie z.B. Volker Kauder (CDU Fraktions- Vorsitzender), Horst Köhler (Bundespräsident a,D., Fußballprofis wie Neven Subotic, Mehmet Öszil oder Mahmoud Dahoud,  Schlagerstare, wie  Helene Fischer, usw., sie alle könnten große Wirkung erzielen. Man muss sie jedoch nicht nur ansprechen, sondern sie auch für einen sinnvollen Weg begeistern.
Fast 19 Millionen Menschen haben in Deutschland einen Migrationshintergrund – eine gewaltige „Schubkraft“ für ein „Konzept Migrationsgenossenschaften“ ...

Der vorläufige Arbeitstitel diese Migranten-Selbstverantwortungs-Konzeptes lautet – zielorientiert - „CoopGo - Coop der Migranten“. Damit sind etwa 22% der Gesamtbevölkerung anzusprechen, die nunmehr aufgerufen sind, Verantwortung zu übernehmen, um – in Verbindung mit den Herkunftsländern - eine partnerschaftliche  Entwicklungshilfe zu initiieren.

Nur wenn es gelingt, eine „Give Together –Situation“ bei Migranten zu erzeugen, wird es auch gelingen, die Bevölkerung in Deutschland  zu mehr Akzeptanz in Sachen Integration zu bewegen – so die Feststellung des DEGP Ausschusses. Integrations-  bzw. Migrationspolitik wird dann verbunden mit dem Aspekt „Gesamtverantwortung“.  Den 22% Migranten in Deutschland kann und darf es nicht einerlei sein, wie sich ihre Herkunftsländer entwickeln. Und allen Parteien, Organisationen und Menschen, sollte es nicht einerlei sein, dass die Migration ihren Herkunftsländern wertvolle Ressourcen entziehen, weil meist diejenigen flüchten, die in ihren Ländern dringend benötigt werden, um die Migrationsursachen längerfristig zu beheben.

Migrationsgenossenschaften oder kurz „Migranten Coops“ genannt also sind stets darauf ausgerichtet, perspektivisch in den Herkunftsländern wirtschaftliche und gesellschaftliche Grundlagen zu schaffen, die zur „Re-Vitalisierung“ dieser Länder führen.  

Das Konzept Migrationsgenossenschaften könnte – beispielhaft – mit einer Bundesstiftung starten.
Das gesamte Konzept des DEGP ist auf 7 Stufe ausgelegt, um auch Gemeinden und Städte direkt einbeziehen zu können.

Solchermaßen „Selbsthilfe-Konzepte“ können nicht hoch genug  eingeschätzt werden, weil sie genau die Signale auslösen, auf die viele Menschen in unserem Land warten: Migranten übernehmen Verantwortung für ihr Herkunftsland.

Es lohnt sich wirklich, jetzt das zu praktizieren, was die UN als „Grenzenlose Verantwortung“ bezeichnete, was Willy Brandt hat schon vor Jahren mit dem den Begriff „Interdependenz“ (wechselseitige Abhängigkeit) angemahnt:  „Gesamtverantwortung“. Unter kooperativen Gesichtspunkten – man das heute  als „One World Coop“ bezeichnen können. Das Prinzip ist einfach und gilt für alle Menschen, gleich in welcher Funktion und Situation sie sich befinden. Es lautet schlichtweg: „Give Together“ – sei dir deiner weltweiten Verantwortung bewusst.
Wer als Land diese Regel ignoriert, zahlt viel Geld für Integrationsmaßnahmen, von deren Funktionieren die Menschen in Deutschland erst noch überzeugt werden müssen. Wer diese Regel jedoch berücksichtigt und zusätzlich möglichst viele „Alt-Migranten“ anspricht, kann Deutschland zu einem „Musterland für migrative Selbstverantwortung und Selbstorganisation“ entwickeln.
Im Jahre 2018 „feiern“ wir „200 Jahre Friedrich Wilhelm Raiffeisen“. Grund genug, um im Geburtsland seine Ideen zur Selbsthilfe, Selbstorganisation und Selbstverantwortung für neuzeitliche Problemlösungen auszuprobieren.