Willkommen

Hier entsteht - BAUSTEIN für BAUSTEIN - ein zukunftsweisendes Konzept einer Wirtschaft und Gesellschaft, das die Vielfalt von kooperativen Chancen darstellt. Wir laden Sie ein, aktiv mitzuwirken, durch Fragen oder Anregungen ...

WirKraft ist auf keine Rechtsform festgelegt. Von Interesse ist ein modernes WirKraft-Konzept besonders für Genossenschaften, Unternehmen, Vereine, Gemeinden, Stiftungen, Parteien, Kirchen/Religionsgemeinschaften ...
Bei der Entfaltung der WirKraft geht es stets um intelligente Kooperationen (SmartCoop). Unsere WirKraft-Experten kommen aus unterschiedlichen Berater-Berufen, Hochschulen und Verbänden. Im Bereich Genossenschaften kooperieren wir mit dem DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts- u. Prüfungsverband e.V. Weitere Informationen z.B. zu den Themen SmartCoop, WirKraftWerke siehe Homepage des MMW Bundesverband der Cooperationswirtrschaft e.V.
Folgende Links könnten ebenfalls interessant sein: GenossenschaftsWelt, CoopGo, GenoNachrichten

06.04.13

Deutsche und Türken setzen gemeinsam auf Genossenschaften und Kooperationen - DTCoop


Deutsche Verbände und türkische Organisationen in Deutschland wollen - in einem gemeinsamen Verband - Modelle moderner wirtschaftlicher Kooperation in Deutschland und der Türkei verwirklichen.

 

Was bisher eher getrennt funktionierte, soll künftig kooperativ erfolgen: Deutsche und Türken in Deutschland wollen in Sachen Genossenschafts- und Kooperationswesen eng zusammenarbeiten. Natürlich sollen damit zugleich mehr Türken zu unternehmerischen Aktivitäten ermuntert werden, was in gemischter Teilhaberschaft von Deutschen und Türken – zumindest in der Startphase eines Unternehmens – viel Sinn machen kann. Voneinander und miteinander lernen und Verständnis füreinander zu bekommen, ist ein weiteres wichtiges Anliegen von DTCoop. In enger Abstimmung mit Wirtschafts- und Genossenschaftsorganisationen in der Türkei will DTCoop auch Handelsbeziehungen und Wissenstransfer besonders für klein- und mittelständische Unternehmen in beiden Ländern befördern. Beispielhaft wird derzeit bereits ein Gesundheitsprojekt in der Türkei unterstützt, das sich mit dem Aufbau von Diabetes-Vorsorgezentren befasst. Deutsch-Türkische Genossenschaften in Deutschland werden nicht nur mit technischer und organisatorischer Unterstützung mitgestalten, sondern übernehmen auch einen nicht unwesentlichen Teil der Finanzierung mittels  unternehmerischer Beteiligung.

 

Das MMW VerbändeNetzwerk der Deutschen Genossenschafts- und Kooperationswirtschaft – Menschen Machen Wirtschaft e.V. – ist Mitinitiator und Unterstützer von DTCoop. Seitens des Vorstandes von MMW fasste Gerd K. Schaumann das Engagement wie folgt zusammen: Wir haben ideale Voraussetzungen in unserem Netzwerk um ein solch wichtiges Kooperationsprojekt maßgeblich mit zu befördern. Einerseits verfügen wir in Sachen Kooperation und Genossenschaft über ein profundes Fachwissen, denn zahlreicher unserer Mitglieder sind Genossenschafts- und Prüfungsverbände. Andererseits haben unsere Mitgliedsverbände seit Jahren engen Kontakt zu Genossenschaften und anderen Unternehmen, die - gänzlich oder zu maßgeblichen Teilen - von türkischen Mitbürgern geführt und betrieben werden. Außerdem werden wir von zahleichen unserer internationalen Partnerverbänden nachhaltig bei unserem Vorhaben unterstützt (Cecop / Cicopa).

 

Für das Präsidium von DTCoop erklärte Herr Friedrich Kolbitz, Regierungspräsident a.D., dass in der Satzung festgeschrieben sei, alle Gremien paritätisch mit in Deutschland lebenden Türken und Deutschen zu besetzen. Damit soll – auch äußerlich sichtbar – gemacht werden, dass nicht nur nach außen kooperativ gehandelt werde, sondern auch nach innen Gemeinsamkeit als Prinzip besteht. Die Gründungsgremien werden in den nächsten Monaten sukzessive erweitert werden. Dabei werde man vor allem auch darauf achten, dass die gewollte Professionalität der Arbeit gewährleistet wird, insbesondere in den diversen Fach- und Arbeitsgruppen seien vielfältige Qualifikationen in Sachen Wirtschaftsförderung und Unternehmensführung notwendig. Auch sollen weitere Multiplikatoren aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Medien in die Verbandsarbeit einbezogen werden, um ein möglichst breites Meinungs- und Ideenspektrum zu integrieren.

 

Kolbitz und Schaumann verwiesen nachdrücklich auf die Bedeutung des Projektes „Diabetes-Vorsorge-Zentren“ in der Türkei, weil damit sehr gut deutlich wird, dass es nicht ausschließlich bei DTCoop um Wirtschaftsfragen geht. Diabetes-Vorsorge, so haben Verbände und Regierungsstellen in der Türkei signalisiert, hat hohe Priorität für das Gesundheitswesen. Um dies in der gewünschten Zeit und gewünschtem Umfang realisieren zu können, ist Kooperation mit Deutschland gern gesehen, vor allem in Sachen Technik und Wissen, aber auch finanziellem Engagement. Das soll durch Gründung bzw. Ausbau entsprechender Kooperationskonsortien - meist als Genossenschaft firmierend - in Deutschland geschaffen  werden. In der Türkei werden die Vorsorgezentren jedoch ausschließlich durch türkische Unternehmer und Unternehmen

betrieben, was auch den Interessen der Türkei entspricht, eigene Arbeitskräfte einzusetzen.

 

Für DTCoop ist das Projekt „Diabetes-Vorsorge-Zentren“ Prüfstein, in wieweit – neben Interessenvertretung, Weiterbildung und „traditioneller“ Arbeit eines Verbandes auch aktiv Unterstützung in Sachen Wirtschaftsförderung möglich und sinnvoll ist.

 

Trotz des wichtigen Engagements zwischen den Länder Deutschland und Türkei, bleibt der Schwerpunkt der Arbeit von DTCoop in Deutschland, insbesondere bei der Entwicklung kooperativer Unternehmenskonzepte, vor allem für Genossenschaften – um noch mehr als bisher – türkische Mitbürger zu ermutigen und zu befähigen, sich in Deutschland unternehmerisch zu betätigen.