Willkommen

Hier entsteht - BAUSTEIN für BAUSTEIN - ein zukunftsweisendes Konzept einer Wirtschaft und Gesellschaft, das die Vielfalt von kooperativen Chancen darstellt. Wir laden Sie ein, aktiv mitzuwirken, durch Fragen oder Anregungen ...

WirKraft ist auf keine Rechtsform festgelegt. Von Interesse ist ein modernes WirKraft-Konzept besonders für Genossenschaften, Unternehmen, Vereine, Gemeinden, Stiftungen, Parteien, Kirchen/Religionsgemeinschaften ...
Bei der Entfaltung der WirKraft geht es stets um intelligente Kooperationen (SmartCoop). Unsere WirKraft-Experten kommen aus unterschiedlichen Berater-Berufen, Hochschulen und Verbänden. Im Bereich Genossenschaften kooperieren wir mit dem DEGP (Deutsch-Europäischer Genossenschafts- u. Prüfungsverband e.V. Weitere Informationen z.B. zu den Themen SmartCoop, WirKraftWerke siehe Homepage des MMW Bundesverband der Cooperationswirtrschaft e.V.

26.05.17

Kodex Kooperation - Warum Kooperation bedeutsam ist




„Kodex Kooperation“

Thesen für eine Neue Reformation 

1.
Der Ursprung der Schöpfung, auch Evolution oder von vielen Menschen Gott genannt, ist bedeutsam.
2.
Wir Menschen sind bedeutsamer Teil unserer Schöpfung.
3.
Unsere Natur ist bedeutsamer Teil unserer menschlichen Existenz.
4.
Unsere Zellen sind bedeutsamer Teil von uns Menschen.
5.
Unsere gesamte Welt  ist ein bedeutsamer Teil der gesamten Schöpfung.
6.
Das Grundprinzip von allem, was bedeutsamen ist, heißt: Miteinander (Kooperation).
7.
Die Schöpfung, das Bedeutsame,  kooperiert mit uns Menschen.
8.
Die Natur, das Bedeutsame,  kooperiert mit uns Menschen.
9.
Körper und Zellen, das Bedeutsame,  kooperieren mit uns Menschen.
10.
Das führt zu der Einsicht: Wenn das Bedeutsame nicht kooperieren  würde, könnte keine dauerhafte Existenz möglich sein, gäbe es keine Menschen.
11.
Das Bedeutsame kooperiert, weil es intelligent, bewusst und kraftvoll ist.
12.
Das Bedeutsame stellt keine Bedingungen, erwartet auch keine
„Gegenleistungen“; es kooperiert, weil Kooperation das Prinzip ist.
13.
Wie die Kooperation, so ist auch die Freiheit ein Prinzip der Schöpfung.
14.
Deshalb kann jeder Mensch wählen, ob er von seiner Freiheit Gebrauch machen will, vorübergehend  auf eine Kooperation mit dem Bedeutsamen zu verzichten.
15.
Die Mächtigen und Eliten, erkannten, welche Vorteile es für sie hätte, wenn Menschen glauben würden, auf Kooperation mit dem Bedeutsamen zu verzichten.
16.
Diesem Konzept gaben sie den vielversprechenden Namen „Konkurrenz“ und machten den Menschen glauben, dass nur so jeder Mensch frei sein könne.
17.
Fortan sah sich jeder Mensch zu allem Bedeutsamen (Schöpfung, Natur, Körper) zu anderen Menschen, anderen Ländern in „Konkurrenz“.
18.
Die „Erfindung“ der „Konkurrenz“ wurde vehement wissenschaftlich versucht zu begründen. Es wurde die Annahme verbreitet, dass wir Menschen „unwürdig“ und „unfähig“ seien, selbst - mit dem Bedeutsamen und wie das Bedeutsame - zu
kooperieren. Angst, Misstrauen, Unwürdigkeit und „Opferrollen“,  waren und sind die Folgen dieses Denkens.          
19.
Das „Weltbild der Konkurrenz“ kann jedoch nur funktionieren, wenn es Eliten und Institutionen gibt, die Menschen glauben machen, zu wissen, wie Leben - trotz fehlender Kooperation – funktioniert.
20.
So entstanden die Eliten, die in unterschiedlichsten Bereichen definierten, was „richtig“ oder „falsch“ für die Menschen sei.
21.
Sie versprachen viel, hielten jedoch nur das, was ihnen nützte und riskierten in ihrer Selbstherrlichkeit, uns an das Ende aller Evolution zu führen, denn „Konkurrenz“ heißt letztendlich: „Abwenden von aller Schöpfung“:
·         Sie versprachen Freiheit, schufen aber Kontrolle.
·         Sie versprachen Gleichheit, schufen aber Ungleichheit.
·         Sie versprachen Frieden, erzeugten jedoch Kriege.
·         Sie versprachen Brüderlichkeit, erzeugten jedoch Angst und Misstrauen.
·         Sie versprachen Gleichheit, erzeugten jedoch Ungleichheit.
·         Sie versprachen Gesundheit, verdienten jedoch an Krankheit.
·         Sie versprachen Vertrauen und Transparenz, erzeugten jedoch Misstrauen und Bespitzelung.
·         Sie versprachen Lebensqualität, erzeugten jedoch Oberflächlichkeit, Stress, viel Überflüssiges, wenig Wesentliches.
22.
Dies sind keine „bedauerlichen Fehlentwicklungen“, diese sind  Zwangsläufigkeiten des  „Konzeptes Konkurrenz“.          
23.
Konkurrenz kennt keine wahre Gleichheit, keine wahre
Brüderlichkeit, keine wahre Freiheit und keine wahre Lebensqualität. Konkurrenz bevorteilt stets die Eliten.
24.
Es ist verständlich, wenn die Eliten alles tun, den „Tanz um ihr goldene Kalb“ aufrecht zu erhalten. Es ist deshalb auch verständlich, wenn sie alles tun werden, um uns Menschen davon abzuhalten, Kooperation statt Konkurrenz zu wählen.
25.
Konkurrenz mag zu bestimmten Zeiten durchaus wichtig sein, sie ist dennoch niemals bedeutsam, denn sie entspricht nicht dem Prinzip der Schöpfung.
26.
Wird von dem bedeutsamen Schöpfungsprinzip „Kooperation“ abgewichen, z.B. um damit das ebenfalls bedeutsame Prinzip der Freiheit zu stärken, kann dies nur ausnahmsweise und vorrübergehend geschehen.
27.
Dieses Abweichen muss entsprechend begründet werden und kann nur zeitlich begrenzt sein. Fallen die Begründungen für ein vorübergehendes Abweichen von dem bedeutsamen „Prinzip Kooperation“ weg, ist umgehend wieder zu dem bedeutsamen „Prinzip Kooperation“ zurückzukehren.
28.
Die bedeutsamen Schöpfungsprinzipien, Freiheit der Menschen und Kooperation nach innen und außen, sind fortan in jeder Verfassung zu verankern. Diese Prinzipien gelten für alle Gesetze und alles staatliche und private Handeln aller Menschen. Es sind unverzichtbare Menschenrechte und können von allen Menschen eingeklagt werden.
29.
Der immer lauter werdende Ruf der Menschen nach mehr Kooperation zeigt, dass immer mehr Menschen bewusst wird, dass nur Kooperation das wahre  Konzept ist, das schöpfungskonform ist und deshalb allen Menschen wirklich dient.
30.
Der Begriff „2.Reformation“ ist angemessen , weil es nunmehr
darum geht, den Menschen das zu geben, was Martin Luther vor 500 Jahren bereits erkannte als er sagte: 
„Darum weg mit allen jenen Propheten, die den Christen predigen: "Friede, Friede", und ist doch kein Friede“ (These 92)
31.
Das Anliegen von Martin Luther ist heute aktueller denn je.
Heute würde Martin Luther es wohl so formulieren:
„Darum weg mit all jenen Eliten, die den Menschen predigen: „Friede, Friede“, und es ist doch kein Friede“, weil Gegeneinander niemals „Frieden“ bringen kann.
32.
Martin Luther wusste, dass wahrer Friede nur dann wirklich entstehen kann, wenn die Menschen konform mit den Prinzipien der Schöpfung sind. Nur Miteinander – d.h. Kooperation -, niemals Gegeneinander – d.h. Konkurrenz - ist konform mit der Schöpfung und deshalb bedeutsam.
33.
Kooperation ist die „Wiedervereinigung“ mit den wahren Gesetzen der Schöpfung. Sie  ist  die Rückkehr zum Bedeutsamen. Erst wenn wir beginnen, den Schöpfungsprozess zu verstehen und allseits ein Leben in Kooperation zu führen, beginnen wir selbst ein Leben in Frieden und Freude zu führen. Wir leben dann alle wahrhaft bedeutsam!


Reformation – Kooperation heißt verkürzt gesagt:

„Wir kommen jetzt dem Leben entgegen!“




Hinweis: „Deutscher KooperationsRat“  ist eine Bewegung von Menschen für Menschen. Sie alle eint die Einsicht und das Gefühl, dass die wirklich bedeutsamen Themen in unserem Land entweder bewusst ausgeklammert, verdrängt oder nur sehr oberflächlich behandelt werden. Bedeutsam sind vor allem Themen, die mit dem Sinn oder der Qualität des Lebens, sowie einer hoffnungsvollen und freudvollen  Perspektive für alle Menschen aller Generationen zu tun haben. Gern wird von „Wir“ gesprochen, wird aber selten so gemeint. Die Reformation hat vor 500 Jahren bedeutsame Veränderungen angebahnt, die sich bewährt haben. Jetzt scheint die Zeit gekommen, erneut über bedeutsame Veränderungen oder Reformationen gemeinsam nachzudenken und gemeinsam solche auf den Weg zu bringen. Uns eint die Erkenntnis, dass alle Menschen das Volk sind, für das und durch das alles Bedeutsame zu entscheiden ist.     

04.05.17

Entrepreneurship in Genossenschaft – Die WirKraft des Teams zum Erfolgs-Vorteil machen (Die „WeForceArea“)



Perspektive:
Wirtschaft im Wandel

Frage:

Weil einige Kommilitonen einfach keine Lust mehr haben, sich nur mit (hohler) Theorie ihre Studienzeit zu „vermiesen“, haben wir uns entschlossen, schon während des Studiums ein eigenes Unternehmen zu gründen. Eigentlich hatten wir an eine Genossenschaft gedacht, weil die einfach und schnell zu gründen und zu führen sei. …
Weil man – um eine ‚Genossenschaft zu gründen - in Deutschland in einem Prüfungsverband Mitglied sein muss, haben wir uns auf die Suche gemacht. Nach unseren „Praxistests“ mit einigen Vertretern solcher Verbände, haben wir fast die Idee aufgegeben, die Form einer Genossenschaft zu wählen. Was wir dort zu hören bekamen, war mindestens so „nebensächlich“, wie viele unserer Seminare an der Uni. Die wollten einen Businessplan und wir sollten nachweisen, dass wir fit sind bei allem, was eine Unternehmensgründung ausmacht. Wir wollten eigentlich mit den Verbandsmenschen über echte Erfahrungen bei Genossenschaftsgründungen sprechen, die uns nützlich sein könnten, z.B. mit recht wenig Kapital etwas zu bewegen. Wir haben denen unsere Idee vorgestellt, doch darüber wollten sie nicht sprechen. Sie wollten mit uns über die Ertragsvorschau reden, die fanden wir jedoch wenig ergiebig, weil wir nicht wissen, was in zwei oder drei Jahren ist. Sie wollten uns Rechtstipps und Steuersparmöglichkeiten nennen und uns „Buchführungsleistungen“ verkaufen. Nachdem wir so eine Weile aneinander vorbeigeredet hatten, gingen wir leicht resigniert. Der Clou kam zum Schluss. Wir sollten einen „Beratungsvertrag für Genossenschafts-gründung“ unterschreiben. Dann wäre die Gründungsprüfung kostenfrei. Das Ganze sollte zwischen 2-3.000 Euro kosten. Jetzt wurde uns allmählich klar, weshalb es keine Genossenschaften gibt mit echt guten Ideen und warum es eigentlich nur „schlappe“ ca. 8500 Genossenschaften im Land gibt, das doch gerade Herrn Raiffeisen feiert. …
Eigentlich wollten wir auch keine Genossenschaft gründen, sondern ein Unternehmen mit 5 Unternehmern. Statt uns behilflich zu sein, wie wir mit einem Team Erfolg haben können und sogar besser sind wie Einzelgründer, hat man uns eine „tote Hülle“ – genannt Genossenschaft angepriesen. Von so etwas wie „Team-Geist“ hatten die zwar schon gehört, aber wissen taten sie davon recht wenig. Wie sollte das auch „unser Berater“ können, denn der war Jurist. …
Zum Glück haben wir uns nicht „abschrecken“ lassen und trotzdem das in einer Genossenschaft gemacht. Und das läuft ganz prima.
Wir erinnern uns nach an den letzten Satz unseres Beraters: „Wir beraten Sie natürlich immer, wenn Sie Rat brauchen, wenden Sie sich einfach direkt an mich …“ – sprach‘s durchaus überzeugend aus und gab uns seine Visitenkarte mit Durchwahlnummer. Als wir lasen, was so ein Verband alles macht, konnten wir uns gut vorstellen, dass wir vielleicht dort alles hinbringen könnten, was die Verwaltung eines Unternehmens ausmacht. Also alles, was uns hindert, dass wir uns wirklich – als Unternehmer - mit der Umsetzung unserer Idee befassen können. …
Übrigens, wir haben mit unseren Kommilitonen aus Frankreich und Spanien gesprochen, denn die kannten zwar keine Genossenschaften, meinten aber, dass co-operative wohl so etwas Ähnliches sind. Sie fragten zu Hause nach und – Überraschung – die kommen dort sogar ohne „Pflicht-Hilfe“ von Verbänden aus. Und dort sind Co-operativen sogar sehr beliebt und erfolgreich. Ein Rätsel bleibt, wieso es dort so viel mehr Genossenschaften gibt, wie im Land der „Geno-Erfinder“, wie Raiffeisen und Schulze-Delitzsch. …
Liegen wir wirklich falsch mit unserer Einschätzung, oder hatten wir nur „Pech“, die verkehrten Verbände oder/und die falschen Berater zu treffen? …
Gern würden wir erfahren, ob es im Lande auch Verbände oder Berater gibt, die Ahnung haben, wie man eine gute Idee in einer Genossenschaft zum Erfolg bringt? …

Besonders interessiert uns natürlich zu erfahren, wie und ob ein Team von 5 Unternehmern wirklich funktionieren kann. Eigentlich müsste es so sein, dass 5 Personen – als Team - mit dem gleichen Konzept, schneller zum Erfolg kommen können, wie ein einzelner Unternehmer, der sich 4 Arbeitnehmer suchen muss, in der Hoffnung, dass diese wenigstens etwas unternehmerisches Verständnis mitbringen. …

„Entrepreneure“ – so sagen viele „Experten“, seien meist Einzelpersonen, denn es sei unwahrscheinlich, dass in einem TEAM alle die gleichen Ziele und Interessen haben könnten. …   
             
Fragesteller:  Studenten der Wirtschaftswissenschaften, die die Gründung eines innovativen Dienstleistungsunternehmens vorbereiten.

Hinweis: Wir behalten uns vor, die Frage zur besseren Lesbarkeit redaktionell anzupassen, ohne dabei den Sinn des Textes zu verändern. – Die Redaktion –

Die Antwort – Auszug:
     
Ihre Erfahrungen, die Sie mit Prüfungsverbänden oder Genossenschaftsverbänden gemacht haben, konnten Sie nicht „abschrecken“, IHR Vorhaben dennoch zu realisieren. Eigentlich ein guter Beweis/Test, wie stark die „SOG-Kraft“ des kommenden Unternehmens bereits jetzt ist. …
Wir wollen uns ersparen, auf das einzugehen, was sie erlebten, als Sie die „Handlungsfähigkeit“ der „Sachverständigen für Genossenschaften“ testeten. Wie wenig MehrWert Sie daraus gezogen haben, mag bedenklich sein, entspricht aber der vorfindbaren Situation, die wiederum auch nur ein „Spiegel“ ist von dem, was bisher von Verbänden gefordert wurde. Wenn Genossenschaften und deren Mitglieder sich mit einem solchen „Angebots-Niveau“ zufrieden geben, dann tritt das ein, was Sie zutreffend feststellen:

·         Deutschland ist in Sachen Genossenschaften weit von dem entfernt, was eigentlich Kooperation von Menschen heute vermuten ließe.
·         Das einstige Land der Vorreiter und Vordenker in Sachen Genossenschaft und Kooperation ist inzwischen eher zu einem diesbezüglichen „Entwicklungsland“ geworden. Viel hängt damit zusammen, dass man das Wort „Genossenschaft“ auf ein „Strukturmerkmal“ reduzierte und dabei völlig vergaß sich damit zu beschäftigen, was das eigentliche Phänomen und die eigentliche Chance eines Team-Unternehmens ist. Kurzum:
·         Das intelligente unternehmerische Zusammenwirken von Menschen und die Erschließung daraus möglicher „WirKraft-Vorteile“ geriet quasi zur Randerscheinung. Oder anders ausgedrückt.
·         Die WirKraft-Vorteile der Struktur wurden zur Hauptsache erklärt und die WirKraft-Vorteile der Wertschöpfer (MitUnternehmer) entglitten zur Nebensache.
·         In ein anders Bild gestellt könnte man auch sagen: Man polierte die Karosserie des Wagens, vergaß jedoch regelmäßige Inspektionen des Motors durchzuführen und überhörte beharrlich die bereits seit langem aufgetretenen starken „Knirsch-Geräusche“.

Eine  Haltung, sich – vor allem auf dem Rechtswege – dem Thema „Menschen in Kooperation“ zu nähern, wird von den Verbänden gern gepflegt, denn man kann sich damit auf das begrenzen, was „handfest und  direkt greifbar “ ist,  was sich verallgemeinern und somit leicht „standardisieren“ lässt.
Natürlich reicht so etwas heute nicht mehr aus, weil es zum Erfolg einer Kooperation von Menschen kaum etwas beiträgt …
Kein Gründer – der die Rechtsform einer GmbH präferiert - käme auf die Idee, zwecks Gründung seines Unternehmens,  einen „GmbH-Verband“ anzurufen oder zu kontaktieren.
Dies wäre auch wenig ergiebig für ihn und jedem Gründer sofort einsichtig:

a.    Die passende Struktur der Rechtsform zu begründen, folgt nach der Festlegung der unternehmerisch tragenden Idee und nicht umgekehrt.

b.    Wer – wie Genossenschaftsverbände - das meist anders sehen und die „Struktur“ als Ausgangspunkt von Erfolg (insgeheim) zu definieren scheinen, muss sich nicht wundern, wenn das für gute Gründer „irritierend“, bisweilen sogar nachdenklich wirkt.

Die Folge dieses Missverständnisses könnte sein:

·         Die Genossenschaftsverbände werden nicht als „WirKraft-Experten“ wahrgenommen.

Aber es kommt vermutlich noch „schlimmer“. Es bieten sich zugleich immer mehr Gründungs-Berater am Markt an, die vorgeben, „Experten“ für Gründungen zu sein und „rechtsform-neutral“ zu beraten.
Das „Köder-Material“ dieser Berater heißt:

·         Wenn wir das – für dich – machen, lieber Gründer, bekommst du Fördermittel. Du zahlst bei uns nur einen Teil der Kosten, den Rest übernimmt die (staatliche Gründungsförderung).

Nun, um solche „Vorzüge“ zu bekommen, werden ganz bestimmte „Standards“ vom Unternehmer und vom Berater gefordert. So fordern es die entsprechenden Richtlinien der Programme.
Businesspläne müssen erstellt werden und der Berater muss mittels Bericht „korrekt“ der Spur der Auflagen solcher Programme folgen. Ob das Unternehmen hinterher erfolgreich ist/wird, das spielt in diesem Konzept keine Rolle. Selbst wenn – in Verbindung mit dieser Gründungsberatung – das Konzept ein „Flopp“ werden sollte, hält das sogar den Berater im Spiel, denn es gibt ja weitere Möglichkeiten zur Förderung, die wir hier mal als „Konsolidierungs-Beratung“ zusammenfassen wollen.

Eigenartig, dass sowohl die Kammern, wie auch die meisten Berater „vergessen“ haben, dass Gründungen auch als „WirTeam“ erfolgen könnten. Vergessen haben sie natürlich nicht, dass Genossenschaften durchaus interessant für Gründer sein könnten, zumal wenn man das „WirKraft-Potenzial“ in alle Richtungen „ausleuchtet. …

Das „Vergessen“ hat wohl eher einen anderen Hintergrund. Die Berater fürchten um ihre Aufträge, denn sie vermuten, dass in Sachen „Genossenschaften“ die Verbände ihre Antipoden seien.

Dass dem wohl nicht so ist, scheinen die meisten Gründungs-Berater bisher nicht richtig wahrgenommen zu haben.

So könnte man durchaus vertretbar formulieren:

·         Die Entfaltung des „WirKraft-Potenzials“ bei Unternehmens-Gründungen scheint gänzlich außen vor zu bleiben.

Von „Schuld“ würden wir nicht sprechen wollen, allerhöchstens von „unintelligentem“ Verhalten sowohl der Verbände, wie auch der staatlichen Förderpolitik und von vielen Gründungs-Beratern.

Wir wollen nicht verhehlen, dass Genossenschaftsverbände in der Gründungs-Phase für Unternehmer (bisher) wenig zu bieten haben. Sie folgen eher nachgelagert, wenn es um die Findung der für die Gründung einer geeigneten Struktur geht. Sie kommen sozusagen erst ins „Spiel“, wenn die  „Rechtsform-Entscheidung“ längst gefallen ist. …
Ihr „Angebot“ den Gründern die – aus ihrer Sicht – richtige Rechtsform zu empfehlen, scheitert vor allem daran, weil die Verbände es unterlassen haben, ihre Beratungskompetenz ganzheitlich auszurichten und unter Beweis zu stellen, dass sie Erfolge mittels Genosssenschaften erzeugen können.
Sie werden von Gründern einfach nicht als Experten für „Team-Gründungen“ und Schaffung von „WirKraft-Vorteilen“ wahrgenommen. Aber genau an diesem Punkt wären sie eigentlich der geeignete, gesuchte, weil kompetente Berater.
                                                                   
Wir bleiben zunächst bei unserer Einschätzung:

·         Diejenigen Menschen, die als Team oder Gruppe gemeinsam über die Umsetzung einer unternehmerischen Idee nachdenken, sind gut beraten, sich zunächst beharrlich sowohl einer „Strukturberatung“, wie auch einer konventionellen Gründungsberatung zu entziehen. …

Weshalb?

Weil die IDEE und nicht das Umsetzungskonzept maßgeblich darüber entscheidet, ob der erwartete Erfolg eintritt oder nicht oder zumindest nicht so, wie erwartet.

Die Annahme, dass ein gutes Businesskonzept, vielleicht eine entsprechende Qualifikation, ein Studium oder ein Patent über den Unternehmenserfolg entscheide, ist längst gründlich widerlegt. Natürlich kann Wissen oder Schutzrechte hilfreich sein, um einen Startup etwas zu erleichtern, aber entscheidend ist und bleibt – das zeigen Studien eindeutig –  die intelligente Verbindung von IDEE und PERSON.

Wohl gemerkt, wir sprechen hier über „Innovations-Gründungen“, nicht über „Imitats-Gründungen“.

Bei solcher Art Gründung zählt die Verbindung von IDEE und Entrepreneurship. Hier nützt eben nicht ein MBA-Studium (vielsagend allein der Begriff: Master of Business Administration). Hier geht es – auch wenn dies Verbände oder Gründungsberater anders sehen mögen – vor allem darum, die „Vorteile / Vorzüge / Innovationen“ der Geschäftsidee herauszustellen und diese sozusagen quasi bildlich und gefühlsmäßig „voraus zu erleben“. Um es zuzuspitzen könnte man sagen: „Sei es“, „sehe dich bereits so als ob du bereits der Unternehmer wärst, der du zu sein beabsichtigst“, quasi die „Idee in Erfolgs-Vollzug. ….

So etwas lässt sich nicht studieren, beraten oder gar planen, so etwas ist eher Teil der „Identität“ des Unternehmenden. Er, sie, man spürt es, der Fokus des Interesses ist nicht nur auf diese Idee ausgerichtet, sondern man ist auch in der Lage, das „Gedanken-Karussell“ umzugruppieren. Um es mit einem Begriff aus dem QuantenManagement zu beschreiben:

·         Der Entrepreneur beginn so etwas wie ein eigenes Quantenfeld zu erzeugen, die Rolle des „Beobachters“ und die Funktion der „Nichtlokalität“ der kleinsten Teilchen scheint ihm (zumindest unbewusst) bekannt zu sein.

Wer um die Bedeutung der „Kraft der Gedanken“ weiß, ahnt, wie wichtig dieses gedankliche Zuspitzung auf die Idee, für den Erfolg ist.

Das Umfeld wird es merken und entsprechend „spiegeln“.

Sätze wie:

·         „Du scheinst an nichts anderes mehr zu denken, als nur noch an“ …. .

Wer hier den beabsichtigten Tadel für sich in ein Lob umwidmen kann, ist bereits gut verwachsen mit seiner unternehmerischen Idee. …

Machen wir an dieser Stelle ein Zwischenresümee:

·         Wir konstatieren dass in Deutschland Genossenschafts- und/oder Prüfungsverbände meist zu wenig dazu beitragen (können), einen erfolgreichen – kooperativen Gründungsprozess sinnvoll zu begleiten. Der starke Fokus auf die Struktur scheint völlig den Weg zu versperren, z.B. den „WirKraft-Prozess“ als wesentliches Erfolgsmerkmal zu erkennen und dazu entsprechendes Beratungs-Now How“ einbringen zu können.
·         Ähnlich kann man dies bei den meisten Gründungsberatern annehmen. Sie sind nicht nur traditionell auf Bereiche bezogen, die das Potenzial der unternehmerischen IDEE nachrangig sieht und glauben, dass gute Businesspläne, gesicherte (Banken-) Finanzierung und Fachkenntnis entscheidende Erfolgskriterien beim Startup sind. Bezüglich Team-Gründungen dürften sie eher skeptisch sein. Nicht weil sie Team oder „WirKraft“ nicht kennen, sondern weil sie – wenn überhaupt, „WirKraft“ eher auf der Ebene von „Motivations-Instrumenten“ für abhängig Beschäftigte sehen.
·         Auch die inzwischen langsam „aufblühende“ Landschaft pro „Entrepreneurship“ (Universitäten, Berater) findet bisher nur wenig Bereitschaft „WePower-Effekte“ in den Gründungsbereich einzubeziehen. Man spricht gern von „Der IDEE“ und „Dem/Der GründerIn“ recht konsequent singulär, und lässt dabei viel von einem möglichen -erfolgsbezogenen – „WirKraft-Potenzial“ aus Unkenntnis quasi liegen.

Das bringt uns dazu, genau diese Frage in den Fokus zu nehmen. Sie deckt sich ebenfalls mit Ihren Anmerkungen am Ende Ihrer Fragen bzw. Hinweise.

Der WirKraft-Begriff – so wie wir ihn verstehen – basiert auf mehreren Effekten, von denen jeder einzelne Effekt „WirKraft-Bezug“ hat, jedoch erst die Ausschöpfung aller Elemente zu dem führen werden, was wir als „WirKraftWerk“ oder „WePowerArea“ bezeichnen. …

Dazu einige Hinweise:

a. Wir wollen nicht bestreiten, dass es wohl eher die Ausnahme ist, dass mehrere Personen mit quasi gleicher Intensität der gleichen unternehmerischen Idee verwachsen sind. Auch wenn zwei oder mehr Partner des „Ideengebers“ es vermögen, sich der Idee nicht vollkommen, aber doch recht intensiv hinzugeben, stärkt dies zweifelsfrei das „Erfolgs-Potenzial“ einer IDEE.

·         Der „Zugewinn“ an WirKraft, erhöht die „Energie-Gesamt-Bilanz“ des Startups.

Dafür könnte die Struktur Genossenschaft (oder Cooperative) recht nützlich sein. Anders als gemeinhin angenommen, können auch die Renditezuflüsse durchaus intelligent den Erwartungen aller „MitUnternehmer“ angepasst werden.

b. Es könnte einen großen Unterschied für die Realitsationskraft des gesamten Vorhabens bedeuten, dies mit Projekt-Partnern zu tun, statt mit Menschen mit „Arbeitnehmer-Mentalität“. Um nicht missverstanden zu werden, heißt das nichts gegen Beschäftigte, aber es wäre einfach mehr „WirKraft-Potenzial“ zu erreichen, wenn eine – möglichst hohe – Identifikation mit der Projekt-Idee entsteht. Auch dafür ist eine - als „SmartCoop“ gestaltete – moderne Genossenschaft recht förderlich.

c. WirKraft entsteht auch, wenn es z.B. gelingt, die Idee von A. mit einer Idee von B., mit der Idee von C. zu verbinden, sofern daraus ein entsprechender „Potenzial-Vorteil“ für alle entsteht. Diese wären dann eigenständige Gründungen, die jedoch „WirKraft“ in beide Richtungen entfalten könnten. Für eine Kooperation zwischen mehreren Gründern (durchaus unterschiedlicher Projekte) ist eine Genossenschaft ebenfalls ein einfaches und wirksames Instrument, um das WirKraft-Potenzial aller Beteiligten zu stärken.

Wir sehen daraus, dass ein Denken und Handeln pro „WirKraft-Erzeugung“, eine Menge an Vorteile auch für Entrepreneurships bedeuten kann. Es wäre schade, wenn der Zoom ausschließlich auf die Idee gelegt wird, weil damit nicht hinreichend die mögliche „Gesamt-ErfolgsEnergie-Erzeugung“ gewürdigt und ggf. zum Tragen kommt.       

Wir sagen jedoch nicht, dass der IDEE nicht eindeutig der Vorrang im gesamten Umsetzungsprozess gegeben werden sollte. Insoweit widersprechen wir ausdrücklich nicht den Erkenntnissen von Prof. Faltin über die vorrangige Bedeutung der Unternehmens-Idee für den Gründungsprozess, sondern schlagen „nur“ vor, den Umsetzungsprozess mittels „SmartCoop“ zu optimieren. ….

Gerade bei Studenten, die sich recht oft in Bezugsgruppen bewegen, könnte vorgenannte „WirKraft-Perspektive“ von Interesse sein, denn sie berücksichtigt den Wunsch, die gesamt Gruppe in das Gründungs-Vorhaben zu integrieren.  Natürlich muss dabei das entscheidende Motiv sein, dadurch  eine (nachweislich) deutliche „WirKraft-Potenzial-Erhöhung“ zu erreichen. …

Um der „Gefahr“ zu entgehen, die notwendige Dynamik des „Top-Ideen-Trägers“ sozusagen auf den Level der Gesamtgruppen-Energie „herunterzuschmelzen“, bedarf es jedoch verbindlicher „Spielregeln“, die allesamt „WirKraft-Beurteilungen“ standhalten müssen. …

Die Einbeziehung eines „WirKraft-Coach/Mediators“ hat sich bewährt, dessen Hauptaufgabe es meist ist, die wahre Zielklarheit von allen Gruppenmitgliedern zu ermitteln und jede Form von „geheimen Vorbehalten“ zu erkennen, offen zu thematisieren und auf deren Folgen einzugehen …

Der Erkenntnis von Herrn Faltin („Kopf schlägt Kapital“ – Buchtitel)würden wir ergänzend hinzufügen wollen:

·         Intelligente Wir-Kraft kann oft mehr Gesamt-Energie als Ich-Kraft erzeugen – auch wenn viele Berater dem gern widersprechen würden ….    
            


Hinweis: Die Begriffe „WirKraft“ – „We-Force“ – „TeamForce“ haben letztlich die gleiche Bedeutung: Sie intendieren, dass eine intelligente „Bündelung“ von Einzel-Potenzialen zu einem Gesamt-Potenzial, stets zu einer Wirk-Kraft-Erhöhung führen können, eigentlich führen müssen. Wichtige Voraussetzung: Es besteht übereinstimmende Zielklarheit auf hohem Niveau, deren Substanz regelmäßig verifiziert werden muss.

Redaktion: Gerd K. Schaumann - Rückfragen richten Sie bitte an: info@mmw-ev.de

25.04.17

Von der WirKraft zur Wirk-Kraft – Jetzt die kooperative Intelligenz in Genossenschaften und anderen Organisationen entfalten.



Perspektive:
Veränderung + Wandel

Frage:
t
Wir sind eine Gruppe von Studenten der Wirtschaftswissenschaften. Einige der Kommilitonen sind Mitglied in Genossenschaften. Dazu gehören Volks-Banken, Wohnungsbaugenossenschaften , Energiegenossenschaften, zwei unterschiedliche Öko-bzw. Landbau-Projekte und eine Genossenschaft in der Gründung (Wirtschaftsberatung). …
Dabei machen wir folgende Erfahrungen: In der Bank erkennen wir überhaupt nicht, dass wir als Mitglieder gesehen werden. „Was ist dort eigentlich die Mitgliederförderung?“ haben wir angefragt, aber keine Antwort erhalten. In der Wohnungsbaugenossenschaft sagt man, wir würden günstigere Mieten zahlen, was aber nicht zutrifft, in der Energiegenossenschaft bekommen wir nichts von dem „Öko-Strom“ den wir erzeugen, aber durchaus wenigstens eine Rendite. Und in den Öko-Projekten haben wir den Eindruck, dass wir zwar Einblick in die Unternehmensentwicklung bekommen, aber nicht erkennen, dass das Unternehmen in die „schwarzen“ Zahlen kommt. Eine wirklich gute Sache, um die es geht, aber kaum Fachkompetenz, um ein Unternehmen zu führen. Und um solche „einzukaufen“, dafür fehlt das Geld. …
Wir haben dann folgenden Test gemacht: Wir haben die Verbände der Genossenschaften gefragt, ob das Genossenschaftswesen wirklich nicht mehr zu bieten habe? Die Antworten haben uns enttäuscht. …
Wir sind davon ausgegangen, dass Genossenschaften eine ideale Form seien, Mitgliederinteressen über Mitgliederbegeisterung zum gemeinsamen Erfolg zu bringen. Fast hätten wir uns für solche selbstverständliche Fragen entschuldigen müssen. …
„Die Mitglieder sind halt so, wie sie sind, was soll da ein Vorstand machen?“ Uns hat es die Sprache verschlagen, so etwas von „Experten des Genossenschaftswesens“ zu hören. Man erzählte uns etwas über „Aufsicht, Kontrolle und Gesetz“, kein Wort der Selbstkritik oder eine Ahnung für Veränderung. …
Ein Gutes hatten solche Begegnungen schon. Die Antworten haben uns erst recht neugierig gemacht und wir begannen uns mit den Chancen von Gemeinsamkeit in der Wirtschaft zu befassen. Wir begannen „Kooperations-Projekte“ in anderen Rechtsformen zu untersuchen. Und in der Tat, dort wurden wir fündig. Es gibt sie also doch, dass Unternehmen – nach innen und außen – vorzüglich erfolgreich mithilfe von Kooperation arbeiten. Das bringt die naheliegende Frage auf den Punkt: Warum geht das ausgerechnet nicht in Genossenschaften, die doch dazu eigentlich ideale Voraussetzungen haben?
Dennoch haben wir den Mut nicht verloren. Weil wir überzeugt sind, dass Genossenschaften und Kooperation gerade jetzt in die „Landschaft“ passen, beabsichtigen wir die Gründung einer Genossenschaft, die Gründungsberatung speziell für Unternehmer anbieten soll, die das „Kooperative Gen“ (Prof. Bauer) zur Wirkung bringen soll. ...
By the Way – An deutschen Hochschulen und Universitäten ist auch nicht erkennbar, dass man dort erkannt hat, dass Wirtschaftswissenschaft mehr sein könnte, wie das Lesen von Bilanzen und Schreiben von Businessplänen, etc. …
Da wir bereits einige recht interessante Artikel im Blogs des QuantenInstituts gefunden haben, schicken wir Ihnen ebenfalls mal unsere Fragen, in der Hoffnung nunmehr einige interessante Hinweise oder Anregungen zu bekommen. …
Die Grundfrage auf den Punkt gebracht, könnte etwa so lauten:
„Ist das ganze Gerede um die Vorteile von gemeinschaftlicher oder kooperativer Wirtschaft nur was für die Theorie oder lassen sich die Vorteile nur nicht umsetzen, weil die Genossenschaften vergessen haben, bei den Menschen bzw. Mitgliedern anzusetzen? Und was wäre anders zu machen, um Erfolge, statt Langeweile anzubieten? …  
   
Fragesteller: Gruppe von Studenten der Wirtschaft, die die Gründung einer Beratungs eG vorbereiten.
.
Die QuAntwort – Auszug:

Sie haben sich – erfreulicherweise – nicht von gemachten Erfahrungen entmutigen lassen, sondern betrachten diese als Herausforderung, weil Sie spüren, dass Kooperation und Genossenschaft eigentlich viel Sinn machen.

Es ist natürlich auch nicht so, dass Kooperation eine Mindest- oder Höchstzahl an Teilnehmern bedarf, bereits für das Zusammenwirken von zwei Menschen oder zwei Organisationen kann es genauso vorteilhaft wirken, wie für Tausende, Millionen oder mehr natürliche oder juristische Personen. Kooperation ist eine Art „Naturgesetz“, allerdings setzt ihre Funktion voraus, dass entsprechende „Spielregeln“ gekannt, entfaltet und genutzt werden. …

Der Hinweis darauf, dass das gesamte Ökosystem kooperativ wirkt, oder Milliarden von Zellen in unserem Körper sich zu einem hochleistungsfähigen „WirKraftWerk“ verbinden, um 24 Stunden am Tag, ein Leben lang,  im höchsten Maße effizient und effektiv zusammenzuwirken, mag genügen, um zu zeigen:

·         Die Leistungsfähigkeit von Kooperation kann jeder Mensch selbst und gut nachvollziehen.
·         Kooperation stellt tagtäglich seine Leistungsfähig und Dauerhaftigkeit, erfolgsbezogen unter – nachprüfbaren – Beweis.
·         Die kooperative Intelligenz basiert auf einer – unverzichtbaren – Berücksichtigung von Wirk-Elementen, hat seine festen „Spielregeln“.
·         Kooperative Intelligenz ist, sofern diese „Spielregeln“ genutzt werden, quasi „erfolgsdeterminiert“.
·         Kooperation ist jedoch bisher eher oberflächlich erforscht, was sowohl die besonderen Bedingungen betrifft, unter denen sie optimal wirkt, wie auch bezogen auf die „Anwender“, die sie gestalten, entfalten und nutzen.
·         Kooperation lässt sich nicht „schematisieren“ oder „standardisieren, weil jede Koopertations-Beziehung ihre besonderen Voraussetzungen und Eigenschaften „einbringt“, die das gewünschte Ergebnis mehr oder weniger stark beeinflussen.
·         Kooperation erfordert Ganzheitlichkeit. Jede wissenschaftliche Disziplin, gleich ob Psychologie, Soziologie, Medizin, Physik, etc. kann und sollte ihre Erkenntnisse einbringen. Selbst Wirtschafts- Politik- und Rechtswissenschaft können wichtige Erkenntnisse einbringen. Nennen wir so etwas vielleicht eine (Wieder-) Zusammenführung separater Wege der Wissenschaft.
·         Kooperation benötigt ein neues Politikverständnis und eine  neue „Manager- und Berater-Kultur“. Ein geeignetes Berufsbild könnte z.B. „Kooperationsberater“ oder „Wirkraft-Consultant“ genannt werden. …

Wir wollen das hier nicht weiter vertiefen, sondern lediglich verdeutlichen, dass Ihre Kritik sehr berechtigt ist, Sie jedoch bitte berücksichtigen wollen, dass sozusagen am Anfang einer Art „Paradigmen-Wechsel“ zunächst die Kritik überwiegen muss, weil das Neue erst noch im Werden ist.
          
Den Einwand, dass Kooperation (angeblich) nicht funktionieren würde, und man dabei gern auf unser Wirtschaftssystem verweist und dort daraus zu schließen meint, der Mensch sei eben nicht für Kooperation „tauglich“, wollen und müssen wir ernst nehmen, weil sonst das passiert, was Sie derzeit erleben:

·         Nicht funktionierende Kooperationseinheiten, wie z.B. Genossenschaften scheinen es nicht zu schaffen, ihre – theoretisch einsichtigen Vorteile - in Wirkung zu bringen. Oder anders ausgedrückt: Wegen „Bedienungsfehlern“ der Anwender, besonders der „Köpfe“, suchen diese wohl eher ihre Defizite mit Pseudo-Argumenten zu kaschieren.

Außerdem fehlen – wie Sie auch richtig erkannt haben – geeignete wissenschaftliche Forschungen, die Grundlagen liefern könnten, um so etwas wie ein „Kooperations-Management“ entstehen zu lassen. Stattdessen führen Manager mit Vorbehalten zur Kooperation oder gar mit Methoden konkurrierendem Grundverständnisses derzeit (noch) solche Unternehmen. ….

Und das Pikante daran, was Sie auch gut selbst erfahren haben ist, dass seitens der „Fach-Verbände“ selbst wenig erbauliches Wissen beigesteuert werden kann. Sie erwarten – völlig zu Recht – bei Genossenschaftsverbänden Expertenwissen für „optimale Funktions-kompetenz“, sozusagen, einen speziellen Rat, um die Essenz von Genossenschaften zur Wirkung zu bringen, was letztlich immer heißt, die entscheidenden „Wirk-Vorteile“ werden genannt und man zeigt Ihnen, wie diese zu optimieren sind. …

Wir vollziehen Ihren „Frust“ gut nach, denn wenn man sich z.B. die Themen und Veröffentlichungen der „Intelligenz-Schmieden“ für Genossenschaften anschaut (Forschungsinstitute) anschaut, bleibt nicht wirklich viel übrig, was z.B. einem Existenz-Gründer-Team einsichtig und nachvollziehbar ermöglichen könnte, einen „kooperativen Vorteil“ in die neue Genossenschaft „implementieren“ zu können. …

Wir würden solche Verbände und deren Einrichtungen eher als „Genossenschafts-Rechts-Verbände“ und weniger als „Genossenschafts-Verbände“ bezeichnen. Ein Blick  in die Leitungsstrukturen solcher Verbände nährt unsere Annahme. Qualifikationen, wie Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte, o.ä. zeigt deutlich auf, dass es stets um „Korrektness“ (Bilanzen, Recht, Steuern, etc.) geht und nicht um do etwas wie die „Energie hinter den Zahlen“ oder die Potenziale, welche die Mitglieder als besonderen Vorteil von Kooperation zum gemeinsamen Erfolg beigetragen haben bzw. beitragen könnten.
Auch ein Blick in die Inhalte der Prüfungsberichte von Genossenschaften lässt uns zu keiner anderen Annahme kommen:

·         Entweder man ignoriert bewusst das entscheidende Element von Genossenschaften, die Potenziale der WirKraft, also der Mitglieder (Menschen) oder man kann dazu einfach nichts sinnvolles beitragen, weil die Qualifikation des Prüfungspersonals (noch) nicht vorhanden ist.

Lassen Sie uns an dieser Stelle noch ergänzen:

Wir verstehen durchaus die Ungeduld zahlreicher Gruppen und Menschen, die fordern, das sog. Prüfungsmonopol der Verbände aufzuheben.
Aber was würde es nützen, wenn stattdessen Wirtschaftsprüfungs-Kanzleien die Prüfung durchführten?
Das Problem sitzt wahrscheinlich viel tiefer. Wir würden es als „genossenschaftliche Inkontinenz“ bezeichnen, was heißen soll, dass man glaubt mit einer „Unterlage“ sicherzustellen, dass man nicht merkt, dass der Patient längst „nässt“.

Die Kommilitonen an Ihrer Hochschule spüren förmlich, dass irgendetwas Grundlegendes am System Genossenschaft oder Kooperation nicht (mehr) stimmt, vielleicht sogar noch nie gestimmt hat, weil man kaum näher hingeschaut hat. Man hat vielleicht gemeint, es reiche aus, eine Struktur in die Welt zu setzen, die formal als WirKraft-Projekt daherkommt und man müsse nur die „richtigen“ Instrumente und die „richtigen“ Entscheidungen treffen, damit das System funktioniert.

Um es deutlicher zu sagen:

·         Man war der Meinung, mit der richtigen Anwendung von betriebswirtschaftlichen, steuer- und rechtswissenschaftlichen Instrumenten, würde sich – auch sozusagen ohne kooperative Intelligenz – Erfolg organisieren lassen.
·         Die Menschen (als Mitglieder) wurden ehr zur Eigenkapitalbildung „benutzt“ nicht jedoch als das „Erfolgsgeheimnis WirKraft“ wahrgenommen und entsprechend einbezogen.
·         Man war wohl so kühn, zu meinen, dass allein das kooperative Strukturelement (Genossenschaft) Kraft genug entfalten könnte, um sogar in einem nach konkurrierenden „Spielregeln“ funktionierenden Wirtschaftssystem, erfolgreich sein zu können. 

 Der starre Blick auf die Struktur hat offenbar völlig das eigentliche Potenzial dessen verstellt, was Genossenschaften nicht nur lebendig macht, sondern anziehend wirkt zum Mitmachen, Selbstmachen oder wenigstens, um positiv neugierig zu sein: Also etwas mit und für Menschen.   

Trotz Ihrer kritischen Hinweise zu Energiegenossenschaften, die wir durchaus ernst nehmen, hat es aber diese Form verstanden, Menschen zum Mitmachen anzusprechen. Jedoch muss man sehen, dass nicht die Konzepte an sich es waren, die zum Mitmachen inspirierten, vielmehr scheint es die Möglichkeit zu sein, aktiv an einem politischen Ergebnis mitzuwirken, genannt „Energiewende“. …
Das ist richtig und wichtig, sollte uns jedoch nicht dazu verleiten, das als eine „Wende“ in Richtung mehr genossenschaftliche Allgemein-Akzeptanz auszugeben. Auch der wirtschaftliche Erfolg von Energiegenossenschaften ist weniger darauf zurückzuführen, dass besonders intelligent kooperiert wurde. Nehmen Sie den Anteil der „staatlichen Subventionen“ heraus, dann wären viele der Energiegenossenschaften nicht entstanden und die meisten wären vorzeitig in Insolvenz geraten. Ein unternehmerisches Gesamtkonzept, in dem Menschen  zusammenkamen, um in dauerhaften Marktbeziehungen, mittels ihrer Arbeitskraft zu bestehen, waren und sind die Ausnahme. Insoweit können Energiegenossenschaften nur sehr bedingt dazu dienen, anzunehmen, dass Genossenschaften – ganz allgemein – es endlich geschafft hätten, für Unternehmensgründer wirklich interessant geworden zu sein, sich vielleicht sogar eine Art „Trendwechsel“ bei der Rechtsform-Wahl ankündigt. …

Dennoch zeigen die Energiegenossenschaften eines recht deutlich auf: Genossenschaften haben viel mit dem zu tun, was Menschen anspricht. Und bei den Energiegenossenschaften gab es zumindest starke äußere Impulse, wenn auch eher politisch motiviert, die zur Mitwirkung ansprachen.

Kommen wir zurück auf die genossenschaftlichen Verbände, von denen sich einige sogar darauf „reduzieren“, sich „Prüfungsverbände“ zu nennen.

Die Frage ist – wie Sie recht deutlich und richtig ansprechen -, was das wirkliche Bedürfnis oder der Bedarf an verbandlicher Kompetenz ist, was Genossenschaft-Gründer oder Genossenschaften, die bereits am Markt sind, benötigen?

Ihre Vermutung dürfte zutreffend sein:

Verbände verfügen wahrscheinlich über keine Spezialisten in Sachen Kooperation. Sie beschäftigen vielleicht gute Juristen, Prüfer, Steuerberater, manchmal sogar Wirtschaftsberater, aber haben keine speziellen Kooperations-Berater beschäftigt.

Und würden sie solche vielleicht doch haben, dann wären es wahrscheinlich Berater, die Ihren Vorstellungen von „lebendiger Kooperation“ nicht entsprechen könnten. Die Tragweite der gesamten Gründer-Szene wird schön in dem Buch („Kopf schlägt Kapital“) von Prof. Günter Faltin zusammengefasst:

·         „Wir leben im 21. Jahrhundert. Die Institutionen der Gründerberatung stammen  aus dem 20. Jahrhundert. Die Vorstellungen, wie man gründet, stammen im Kern noch aus dem 19.Jahrhundert“. …

Und wir würden hinzufügen wollen: Auch der Kern des Genossenschafts-bildes stammt aus eben diesem 19.Jahrhundert. …

Nun, Genossenschaftsverbände werden ihnen quasi perfektes „Struktur-Wissen“ anbieten, Ihnen vielleicht sogar zeigen, wie man einen Businessplan schreibt oder Steuern, Vertragsrecht oder Buchführung sinnvoll einrichtet, aber sie können Ihnen wohl weder sagen:

·         Wie sie ein Unternehmen zum Erfolg führen oder gar,
·         wie Sie ein Unternehmen in Form einer Genossenschaft – aufgrund der wertvollen kooperativen Zusatz-Potenziale -  quasi zu einem fast unvermeidlichen -  Unternehmens-Erfolg bringen.

Was Herr Faltin zum Thema „Unternehmensgründung“ konstatiert, kann man durchaus 1:1 auch für Unternehmen anwenden,   wenn sie aus der Gründungs- in die Konsolidierungsphase eintreten. Sie sind heute von einem latenten Veränderungsdruck belegt, dessen Erscheinen sie jedoch nicht vorwegnehmen, sondern auf den – sozusagen getrieben – lediglich getrieben „re-agieren“. …

Was wir als fehlende „Kooperations-Beratungs-Kompetenz“ bei Genossenschaftsverbänden konstatieren, hat natürlich auch zu entsprechender „Hilf- oder Ratlosigkeit“ bei Genossenschaften ganz allgemein geführt. Dabei ist es fast gleichgültig, ob Sie sich eine Bank-, Wohnungsbau- oder eben eine „experimentelle“ Energie- oder Öko- Genossenschaften anschauen. Sie scheinen alle irgendwie in der gleichen Lage zu sein:

·         Die Handlungsverantwortlichen (Manageer) erkennen entweder die besonderen kooperativen WirKraft-Vorteile einer Genossenschaft erst gar nicht an oder sie sind unsicher, unwillig oder auch einfach unfähig, diese zur Wirkung zu bringen.

Was davon von Fall zu Fall vorliegen mag, ist eher nachrangig. Vorrangig ist zu sehen, dass der entscheidende „WirKraft-Faktor“ quasi außer Kraft gesetzt wird bzw. bleibt. …

Wir beurteilen, dass lediglich 10-20% des „WirKraft-Vorteils“ strukturbezogen ist. Demnach werden die „manpower-bezogenen“ - 80-90% des wahrscheinlichen „WirKraft-Potenzials“ von Genossenschaften - einfach „brach“ liegen gelassen.

Soviel Ignoranz sollte sich eigentlich keine Genossenschaft leisten, es sei denn, sie befände sich vielleicht – vorübergehend – in einer Situation eines Angebotes mit einem tendenziell gesicherten Alleinstellungsmerkmal.

Manager und Verbände, die entweder nicht an „WirKraft-Potenziale“ von Genossenschaften glauben, sie nicht erkennen können oder unsicher bzw. unfähig  sind, sie zu entfalten,  müssen natürlich diese beharrliche „Ignoranz“ geschickt „weg-kommunizieren“. Dazu bauen sie dann zwar recht unterschiedliche, aber in der Sache ähnlich oberflächliche Muster für die eingetretene „WirKraft-Fehlanzeige“ auf.
Manager von Bank-Genossenschaften werden die Bankenaufsicht bemühen, Wohnungsbaugenossenschaften könnten den „Mietspiegel“ bemühen, während Energiegenossenschaften vielleicht die staatlichen Förderregularien anführen und die „Öko-Projekte“ könnten als „Schuldzuweisung“ vielleicht über das fehlende Bewusstsein der Kunden räsonieren. …

Das klassische Muster heißt dann: „Schuld“ haben immer die Umstände.…

Die UNESCO stellt fest, dass die Genossenschaftsidee in Deutschland als „Weltkulturerbe“ zu schützen ist. Von welcher Idee wird dort eigentlich gesprochen, wenn nicht von Menschen, die sich zusammenschließen, um „gemeinsam das besser hinzubekommen, was der Einzelne nicht schafft“. Da mag auch die Struktur anklingen, aber eigentlich ist doch damit die von Menschen erzeugte „WirKraft“ gemeint, die zu einem gemeinsamen Vorteil der teilnehmenden Menschen entwickeln wird. Die Struktur war lediglich das Haus, genannt Genossenschaft. Aber das „Haus“ war kein Selbstzweck, sondern sollte den Menschen dazu „dienen“, Lebensvorteile, also „WirKraft“ zu erzeugen und zu bekommen.

Eine neue „Welle“ von Ehrerbietung für den „Menschen Raiffeisen“ zum 200, Jahrestag rollt derzeit an.

Beides Ereignisse, das Weltkulturerbe und der Gedenktag für Herrn Raiffeisenwären, wären eigentlich gute Möglichkeiten, um nunmehr die „Faszination für Genossenschaften“ bei den Menschen im Lande zu entfachen. Ein Blick in die bisher veröffentlichten Medienbeiträge lässt jedoch wenig Hoffnung wachsen, dass diese Chance wirklich genutzt wird….

Statt es dabei bewenden zu lassen, „damals“ auf heute zu „pflanzen“, und eine Art „Geschichtsunterricht“ zu zelebrieren, hätte man es als Herausforderung aufgreifen können, den Menschen von heute, besonders der jungen „Gründer-Generation“ zu zeigen, dass und warum gerade JETZT es SINN macht, kooperativ zu denken und kooperativ unternehmerisch zu handeln.

Dazu hätten z.B. folgende Möglichkeiten bestanden:

·         Einen gemeinschaftlichen Entwurf aller Genossenschaftsverbände für ein zeitgemäßes Genossenschaftsgesetz vorzulegen und öffentlich wirksam zu „bewerben“.
·         In einem solchen Gesetz, die „WirKraft-Potenziale“ deutlich herauszustellen, um dann genau diese Struktur mit großer „Sog-Kraft“ für Gründer auszustatten und das wirksam offen zu kommunizieren..
·         Eine Art wertbezogene/n „Charta oder Kodex“ aufzustellen, wonach deutlich wird, „was-warum-wie“  Menschen in Genossenschaft wirken und welche „psychologischen/emotionalen“ Vorzüge sich damit verbinden lassen.
·         Ein solcher „Geno-oder Koop-Kodex“ , der zugleich als „Wahl-Bausteine“ im Wahljahr genutzt werden könnte, hätten gut aufzeigen können, dass eine gesamtgesellschaftliche Diskussion in Gang kommt, zu erkennen, dass sich das „Konkurrenz-Zeitalter“ beginnt selbst infrage stellen und darauf grundlegende Neuausrichtungen zu mehr Kooperation erforderlich sind.
·         Warum eigentlich nicht fordern, dass für fast 22 Mio. Menschen in Genossenschaften und fast 50 Mio. Menschen in Vereinen und anderen Kooperationen, ein eigenständiges - „Ministerium für Kooperation und Genossenschaften“ – einzurichten wäre.

Das alles scheint irgendwie Ihrer zentralen Frage ausweichen zu wollen, die eher in Richtung von „Faszination“ mittels Genossenschaften geht und wie man es hinbekommt, so etwas auszulösen.
Der etwas größere Exkurs wurde bewusst in Kauf genommen, um zu zeigen, dass derzeit wenig Erbauliches „am Markt“ zu erkennen ist, auf was Sie zurückgreifen könnten.
Hinzu kommt, dass auch recht wenig in diese Richtung geforscht wurde und wird. So etwas wie „Kooperationswissenschaften“ oder „Kooperationswirtschaft“ zu studieren, ist in Deutschland derzeit kaum möglich. Natürlich – das wollen wir gern konstatieren – wird das Wort „Kooperation“ bereits oft und gern genutzt. Sogar das zuständige Ministerium (BMWI) bietet durchaus zahlreiche Materialien an, um Kooperationen quasi zu „erzeugen“, vergisst jedoch z.B. zu berücksichtigen, dass eine solche Art von Kooperation in einem „Spannungsfeld“ stattfindet, das „Konkurrenzwirtschaft“ heißt und in dem das „Menschenbild“ des Herrn Darwin, die Sicht versperrt für „Menschen in Kooperation“. …

Dennoch bleiben Ihre Fragen – sie sind wichtig genug – um geeignete Hinweise trotz alledem selbst zu finden. …

Eigentlich ist das vielleicht einfacher, als zunächst anzunehmen wäre, wenn wir den Grundsatz berücksichtigen, dass sich eine WirKraft mittels Genossenschaft nur erzielen lässt, wenn zunächst „Zielklarheit“ bei ALLEN Beteiligten besteht, dass sie das „Kooperative Gen“ (Prof. Bauer) wirklich vorbehaltslos meinen und in ihrem Konzept entsprechend berücksichtigen. Dabei muss auch allen beteiligten GründerInnen bewusst sein, dass sie sich (noch) in einem Umfeld bewegen, das bisher wenig erfahren hat, wie vorteilhaft Kooperation entsteht, wenn man wahrhaft (erfolgreich) kooperieren will.

Zunächst vollziehen wir gern die Ergebnisse des „Entrpreeur-Professors“ Günter Faltin nach, der sagt und nachweist, dass „Kopf“ vorrangig gegenüber dem Kapital bei guten Startups wirken kann. Mittels eines eigenen Startups „Teekampagne“ hat er außerdem dargelegt, dass Businessplan und andere „Konzeptpapier“ nachrangig zu sein scheinen gegenüber der „richtigen Idee“. Die Argumente von Herrn Faltin sind plausibel und nachvollziehbar und sollten auch für „Mehr-Personen-Gründungen“ (Genossenschaft) gelten. …

Nun kann es einen Unterschied geben, ob es sich um den Ziel-Konsens bei einer Person handelt oder einem Zielkonsens bei 3 und mehr Gründern (Unternehmern). Zu empfehlen, nicht vorzeitig die Phase zum (bedingungssfreien) Ideen-Konsens abzubrechen, weil „Ungeduld“ aufkommt, deutet darauf hin, dass sich solche „geheimen“ Vorbehalte eher mindernd auf das „WirKraft-Potenzial“ der Genossenschaft auswirken. „Wir werden das schon irgendwie hinbekommen, also lasst uns endlich gründen“; solche oder ähnliche Situationen sollten tunlichst vermieden werden. Also sollte von vorneherein deutlich werden, dass es kein Problem ist aus einer Gründung-Gruppe wieder auszuscheiden, aber es sehr wohl ein Problem ist, drin zu bleiben, aber weiterhin Vorbehalte zur Zielklarheit zu behalten. …

Baut die Genossenschaft darauf auf, dass sich die Eigenkapitalbildung über Hinzunahme weiterer Mitglieder ereignen soll, dann wäre es zweifellos vorab notwendig, deutliche „Aufnahme-Kriterien“ zu formulieren und vorab mit den neuen Mitgliedern eine Art „Aufnahme-Gespräch“ zu führen. …
Zu aufwändig? Vielleicht, aber noch aufwändiger könnte es sein, einen „Riss im Strang der Zielklarheit“ in Kauf zu nehmen.

Wir wollen das hier nicht vertiefen, aber darauf hinweisen, dass Kooperation ohne latente Kommunikation mit allen Beteiligten, das (faktische) WirKraft-Potenzial gan sicher mindern wird. Das Fatale daran ist, dass dies meist nicht oder zu spät bemerkt wird. Man spürt es zunächst an der nachlassenden Bereitschaft zur Mitwirkung, später an den Stimmenthaltungen oder den Gegenstimmen bei Abstimmungen oder an den Besuchen von Generalversammlungen. So kommt es, dass Bankgenossenschaften sich zwar berühmen etwa 18 Mio. Mitglieder zu haben, aber nur ein sehr geringes WirKraft-Potenzial ausschöpfen. Weiteres Merkmal, das auf „WirKraft-Verzicht“ hindeutet, ist zweifelsfrei die Entscheidung, von einer Generalversammlung zu einer „Vertreter-Versammlung“ zu wechseln. Das könnte vielleicht noch Sinn machen, wenn die Vertreter sich vorab mit den Mitglieder aktiv abstimmen würden; was sie aber wohl nirgendwo tun? Sie „vertreten“ – in Bezug auf das „Wir“ dann welche „Zielklarheit“? Aus so etwas heraus zu erwarten, dass WirKraft sich entfalten ließe, ist eine kühne Annahme; allerhöchstens kann das auf (bewussten oder eher unbewussten) Verzicht auf WirKraft hindeuten. Ähnlich verhält es sich bei Genossenschaften, die „wohlwollend“ registrieren, dass Generalversammlungen von nur wenigen Mitgliedern besucht werden. Natürlich können dazu auch oftmals hohe Kosten der Mitglieder ursächlich sein (Reisezeit, Reisekosten). Darauf – sofern man es wirklich wollte – könnte man durchaus einwirken. Im Zeitalter des Internets sind viele – zumal kostengünstige – Wege gangbar, um alle Mitglieder einzubeziehen. ….

Schauen sie einmal in irgendeinem Prüfungsbericht eines Verbandes nach, ob dazu Feststellungen, Hinweise, Anregungen gemacht werden? Sie könnten das Ergebnis kennen, ohne sich auf unseren Vorschlag wirklich einlassen zu müssen. …

Die eigentlichen „WirKraft-Erzeuger“ sind immer die Menschen. Nicht die bloße Teilnahme als Mitglied ist entscheidend, sondern aktive Mitgestaltung und Einbeziehung schafft das  „Energie-Feld“, das letztlich die „WirKraft-Potenziale“ in Erscheinung treten lässt. Bei einer Genossenschaft würde die wohl wichtigste Frage – die man in einem Prüfungsbericht zwangsläufig vorrangig thematisieren müsste – etwa so lauten:

·         Wieviel von 100% „Energie-Potenzial“ (WirKraft) konnte die Genossenschaft im Geschäftsjahr 20xy wirklich nutzen und was sind die „Blockaden“ die die (wahrschnlich erhebliche) „WirKraft-Verluste“ herbeigeführt haben?

Natürlich wird (derzeit) jeder Verband, jeder Prüfer sagen:

·         Dafür gibt es keine Kennziffern, Methoden, Erfahrungen.

Mag sein, dass das auch 200 Jahren nach Raiffeisen immer noch nicht vorhanden ist, ändert aber nichts daran, dass es irgendwie bisher niemanden aufgefallen scheint, dass die Menschen in Genossenschaften, die eigentlichen WirKraft-Erzeuger sind. Und genau diese WirKraft-Potenziale ignoriert man und nennt sich dann „Genossenschaft“ oder „Genossenschafts- oder Prüfungsverband“ …

Dabei waren WirKraft-Potenziale eigentlich schon immer gesetzlich gefordert. Man nannte es nicht „WirKraft-Erzeuger“, sondern „Förderzweck“. Doch diesen „Förderzweck“, den Herr Raiffeisen viel weiter gesehen hat, als den Menschen  „nur“ finanziell ihre Existenz zu erleichtern, reduzierte man auf den „finanziellen Ertrag“ (Rückvergütung, Rendite). …

Der Begriff „Förderzweck“ ist jedoch ganzheitlicher zu sehen. Zunächst gibt es dazu den geeigneten „Input“, um einen erwarteten „Output“ zu erzielen. Zunächst müssen die wichtigsten „WirKraft-Potenziale“ – also die Menschen – angesprochen, sensibilisiert, qualifiziert, etc. und aktiv einbezogen werden. Wie können Manager z.B. wissen, was der Förderzweck ist, wenn sie dazu nicht die Meinung der Mitglieder kennen, wie deren Erwartung zur Förderung wirklich aussieht?

Es stellen sich demnach folgende Fragen:

·         Welche Genossenschaft hat es bisher geschafft, so etwas wie eine „Förder-Richtlinie“ für Mitglieder zu entwerfen, zumal so eine, in der die Mitglieder aktiv aufgefordert sind, entsprechende Vorschläge einbringen zu können.
·         Welche Genossenschaft hat es geschafft, einen separaten Tagesordnungs-Punkt auf die Generalversammlung zu bringen, der vielleicht heißen könnte: „Bericht über Gestaltung und Ergebnis der Mitgliederförderung“.
·         Und in welchem Prüfungsbericht eines Verbandes steht dazu ein Hinweis oder eine längere, konstruktive Erläuterung, wie der Förderzweck zu optimieren wäre?

Prüfungsberichte die hier nicht ihre Schwerpunkte haben, Verbände den diese „Blutleere“ ihrer Arbeit nicht auffällt, Genossenschaften, die sich ihrer wahren Kräfte und Pflichten nicht bewusst sind. I

·         Ist das etwa geeignet, um Genossenschaften als „Erfolgs-Story“ zu feiern?

So etwas muss doch eigentlich den „Juroren“ der UNESCO aufgefallen sein? Oder dat die UNESCO diese Fehlen erkannt? Und war das Erkennen vielleicht der entscheidende Grund, weshalb sie dazu neigten, lieber etwas zu schützen, das – wenn es so fortschreitet“ – tatsächlich des „Schutzes“ bedurfte, weil es sonst gänzlich vom „Untergang“ bedroht wäre ….

Nehmen wir einmal an, es gäbe in Deutschland tatsächlich so etwas wie eine genossenschaftliche Akademie für Genossenschafts-Manager. Was würde wohl in deren Curriculum im Zentrum stehen und sich wie ein „roter Faden“ durch alle Seminar-Angebote ziehen müssen? Natürlich, es wäre die WirKraft, der Förderzweck, die kooperative Intelligenz oder Ähnliches, also all das, was die Besonderheiten für Genossenschaften sind, um Erfolg für Menschen und deren Kooperationsunternehmen (Genossenschaften) quasi zwangsläufig werden zu lassen.

Eine wirklich wenig entmutigende Bilanz, die Herrn Raiffeisen zu seinem 200. Jahrestag vorgelegt werden kann. Aber was will man auch anderes feiern als die Vergangenheit, wenn man die Realität der Jetzt-Zeit sich anschauen muss. …

Nur 8500 Genossenschaften in Deutschland. – es waren schon mal über 40.000 (!). Und würde man die Dichte der Genossenschaften der Schweiz (in Bezug auf die Bevölkerung auf Deutschland übertragen, sollten es eigentlich über 140.000 Genossenschaften in Deutschland sein ….

·         Knapp 6 % der schweizer Geno-Potenziale „geschafft“ zu haben – wenn das kein Grund ist, lieber die Vergangenheit zu bejubeln?

Die Forderungen mehren sich – wir gingen darauf bereits ein -, das sog. Monopol der (Prüfungs-) Verbände zu verändern. Das ist sicherlich weniger eine Problem-Lösung, als vielmehr ein „Hilferuf“, wahrscheinlich sogar ein sehr berechtigter. Solche Forderungen haben jedoch auch Positives, sie stoßen Genossenschaften, Verbände und den Gesetzgeber an, endlich das in den Mittelpunkt zu stellen, was das „Erfolgs-Gen“ von Kooperationen und Genossenschaften ausmacht: Die „WePower“ nach innen und außen zu entfalten und darauf zu achten, dass die auch dauerhaft in Erscheinung tritt. …

Führen wir uns vor Augen, dass die Quantenphysik zwei wichtige Merkmals erkannt hat, die längst bei guten Coachs und Hochschullehrern im Bereich Unternehmensführung angekommen sind:

A. Der Beobachter beeinflusst stets das Ergebnis des zu Beobachtenden.
B. Die kleinsten Teilchen sind „nichtlokal“ und stehen – untrennbar – immer miteinander in Verbindung.

Vereinfacht gesagt – und auf die WirKraft bezogen – heißt das für Kooperationen und Genossenschaften:

·         Nutze und sorge dafür, dass möglichst alle Mitglieder konstruktiv-positiv sich mit ihrer Genossenschaft identifizieren.
·         Ein so erzeugtes positives „WirKraft-Feld“ wirkt auf Mitglieder, Beschäftigte, Kunden, Lieferanten sich aus – egal wie, es tut es immer. Nur für eine positive „Wirk-Kraft“ der „WirKraft“ muss das „Feld“  eben unabdingbar positiv sein.

Sie müssen das Vorstehende nicht  unbedingt als „QuantenManagement“ bezeichnen. Sie sollten nur wissen, worauf das gründet, was sich ereignet, bzw. sich auswirkt. …

Erkennen Sie den Vorteil, den Kooperationen oder Genossenschaften gegenüber anderen (Rechts-) Formen eigentlich haben? Sie haben enorme WirKraft-Potenziale!

Es liegt jetzt an Ihnen, also den Gründern und Mitgliedern, genau das zu erreichen, ob mit oder eben ohne die Verbände, denen sie anzugehören gesetzlich verpflichtet sind.

Tun Sie das, was Ihnen Ihr gesunder Menschenverstand und Ihr Gefühl sagt:

·         Sorgen Sie für Begeisterung und Faszination bei den Menschen Ihrer Gründung, stellen Sie die IDEE in den Mittelpunkt und lassen Sie der kooperativen Intelligenz viel Freiraum.

Nichts ist jetzt wichtiger für das sich anbahnende „Kooperations-Zeitalter“ (was Experten bereits so definieren), wie „VORBILDER“, an denen man nicht mehr vorbeikommt.

Werden Sie deshalb „SmartCoop-Entrpreneur“ und gestalten Sie eines der ersten erfolgreichen „WirKraftWerke“ …       
         
QuAnworten sind quantenphysikalisch „optimierte“ Antworten auf eingegangene Fragen. Unsere Antworten sollen Denken erweitern, nicht Denken festlegen–bleiben Sie bitte kritisch. 
Hinweis: MMW dankt dem QuantenInstitut für die Möglichkeit zur Veröffentlichung. Das heißt nicht, dass MMW mit allen Positionenen übereinstimmen muss.
Für Fragen / Seminare / Coaching: info@quanteninstitut.de