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Hier entsteht - BAUSTEIN für BAUSTEIN - ein zukunftsweisendes Konzept einer Wirtschaft und Gesellschaft, das die Vielfalt von kooperativen Chancen darstellt. Wir laden Sie ein, aktiv mitzuwirken, durch Fragen oder Anregungen ...

WirKraft ist auf keine Rechtsform festgelegt. Von Interesse ist ein modernes WirKraft-Konzept besonders für Genossenschaften, Unternehmen, Vereine, Gemeinden, Stiftungen, Parteien, Kirchen/Religionsgemeinschaften ...
Bei der Entfaltung der WirKraft geht es stets um intelligente Kooperationen (SmartCoop). Unsere WirKraft-Experten kommen aus unterschiedlichen Berater-Berufen, Hochschulen und Verbänden. Im Bereich Genossenschaften kooperieren wir mit dem DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts- u. Prüfungsverband e.V. Weitere Informationen z.B. zu den Themen SmartCoop, WirKraftWerke siehe Homepage des MMW Bundesverband der Cooperationswirtrschaft e.V.
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02.05.18

Bürgergenossenschaften – Das WIR „revitalisiert“ die Raiffeisen-Idee …



Die Verfasser der  Arbeitsgruppe cooptrans Bürgergenossenschaften haben den Genonachrichten exklusiv  einen Auszug aus ihren Arbeitspapieren  zur  Verfügung gestellt, den wir hier in stark gekürzter Fassung vorstellen.   
Eine gleichlautende coopgo Seminarreihe sowie eine Buchveröffentlichung sind  in Vorbereitung.
Der coopgo Ratgeber Bürgergenossenschaften wird im Herbst 2018  unter der ISBN 978-3-947355-21-1 in der igenos Schriftenreihe:
In guter Genossenschaft als Band 1 erscheinen.

Die Fusionswelle der Genossenschaftsbanken geht uns alle an. Woche für Woche kommen neue Verschmelzungspläne  an das Tageslicht. Die Muster sind immer die gleichen. Die Abwicklung ist automatisiert. Die Auswirkungen für die Genossenschaftsmitglieder auch. Mit jeder Verschmelzung wird eine Genossenschaft im Genossenschaftsregister gelöscht und das genossenschaftliche Vermögen abgezogen. Diese „genossenschaftliche Umlagerung“  des Genossenschaftsvermögens kann eine Bürgergenossenschaft verhindern.

Ja es kommt noch schlimmer,  die Genossenschaftsmitglieder werden nicht über die möglichen  Alternativen zur Fusion aufgeklärt. Genossenschaftsvorstände schaffen mit Horrorszenarien und  Blankovollmachten Mehrheiten und Tatsachen.  Aus der Sicht von igenos handelt es sich hier um einen Verstoß gegen das § 25 UmwG. Demzufolge  sind Vorstände und Aufsichtsräte noch 5 Jahre nach der Fusion für entstandene Vermögensschäden haftbar.
Immer wieder werden Fragen von mehr oder weniger hilflosen  Bankgenossen gestellt, dass die Verschmelzung „ihrer“ Bank droht oder gerade in Gang ist und dass sie sich in dieser Situation nicht nur recht hilflos fühlen, sondern auch nicht den Eindruck haben, der „Übermacht“ der Verbände gewachsen zu sein. Letzteres gilt auch für betroffene Mitarbeiter und Vorstände. Aber wem gehört eigentlich unsere Genossenschaftsbank?

Politik und Genossenschaftsverbände sind sich einig, dass der Genossenschafts-Gedanke in Zukunft insbesondere auch deshalb von großer Bedeutung ist, damit das bevorstehende Zeitalter der „Digitalisierung“ sich nicht gegen die Menschen wendet, sondern ihnen Nutzen bringt. Genau diese Digitalisierung des Geldverkehrs ist eine Ursache warum viele Bankfilialen geschlossen  und kleinere Genossenschaftsbanken wegen angeblich mangelnder Rentabilität zur Fusion gezwungen werden.
Es entsteht schnell der Eindruck, dass eine zentral vorgegebene Verbandspolitik  deutlich mehr Gewicht hat, wie die Einhaltung genossenschaftlicher Grundprinzipien. Welche internationale Unternehmensberatung hat die BVR  Strategien entwickelt oder nach dem „paste & copy Prinzip“  übernommen. Anscheinend konnten die Berater keinerlei Rücksicht auf das Genossenschaftsgesetz nehmen, weil sie dieses offensichtlich nicht kannten.  Hierfür gibt es zahlreiche Belege.
Sofern man wirklich glaubt, dass Genossenschaftsmitglieder – möglicherweise mangels qualifizierter Fähigkeiten – nicht zu informieren oder offen einzubeziehen wären, um beurteilen zu können, ob „ihre“ Genossenschaft quasi „aufgelöst“ wird (Verschmelzung bedeutet dies faktisch), sollte man ernsthaft darüber nachdenken, ob die Form einer Genossenschaft wirklich (noch) die richtige Rechtsform ist. Oder wird die Rechtsform Genossenschaft hier missbräuchlich genutzt um die Genossenschaftsmitglieder vom Vermögen ihrer Genossenschaft auszuschließen. Oder werden die Genossenschaftsmitglieder aber auch Vorstände und Aufsichtsräte vorsätzlich „dumm gehalten“?

Der genossenschaftliche Förderauftrag ist nicht abstrakt, sondern in der Bundestagsdrucksache V 3500 genau definiert.

Es ist an der Zeit, wieder den „Weg frei zu machen“, sich daran zu erinnern, dass auch im genossenschaftlichen Bankenbereich die Mitglieder im Mittelpunkt der Geschäftspolitik stehen müssen. Das müssen auch die Auftragsforscher der genossenschaftlichen Institute endlich begreifen.
Der Gesetzgeber ist dringend aufgefordert, hier tätig zu werden. Die Frage muss gestellt werden, ob es nicht z.B. eines eigenen „Genossenschaftsgesetzes für Banken“ bedarf. Auch die Rolle der „Bafin als Erfüllungsgehilfe“ der Verbände sollte einmal kritisch überprüft werden.

Das Genossenschaftsrecht gilt derzeit für alle Formen von Genossenschaften. Damit geben die Genossenschaftsbanken quasi vor, was auch für andere Genossenschaftsformen Anwendung finden muss. Die Anforderungen zur Qualitätssicherung sind dafür ein Beispiel. Auch diese spricht für eine gesonderte gesetzliche Regelung für Genobanken, die auch bei anderen Genossenschaften für hohe Kosten sorgen.

Aus der Sicht von Verbandsstrategen mag es Sinn machen, erkannt zu haben, wie man das Genossenschaftsprinzip „Unteilbarer Fonds“ ganz legal nutzen kann, um zu einem „exponentiellen Vermögenszuwachs“ zu kommen. Wie nun aber die Genossenschaftspraxis auf die aktuelle Veröffentlichung von Volker Beuthien umgeht, wird sich zeigen.

Aus genossenschaftlicher Sicht scheint es alles andere als legitim zu sein, durch „Desinformation, Verschweigen und andere subtile Formen“ Geschäftsstrategien auf dem Rücken der Mitglieder auszutragen.  Ein Beispiel sind die Fonds für allgemeine Bankrisiken.  Auf diese Fonds hat die BVR Sicherungseinrichtung im Fall einer Bankenkrise direkten Zugriff.  Diese Fonds werden angelegt, ohne die Mitglieder über diese Gewinnkürzung  zu informieren und  sind nicht in der Satzung der Genossenschaft verankert. Warum sollen Genossenschaftsmitglieder bundesweit für die Spekulationsgeschäfte  der DZ Bank haften?  Zumindest die Genossenschaftsverbände sollten wissen, dass allein die Generalversammlung über die Gewinnverteilung entscheidet. Unter Genossen sollte es keine Geheimnisse geben.

Um Musterprozesse zu vermeiden, ist es  dringend geboten, dass der Gesetzgeber hier – zum Schutze der Mitglieder – tätig wird. Diese Forderung liegt bereits seit dem 23.März 1889 auf Wiedervorlage.

Und schlussendlich müssen die Mitglieder wieder zum wirklichen Souverän über „ihre“ Genossenschaft werden, zumindest wenn es um „Sein oder Nichtsein“ „ihrer“ Genossenschaft geht. Und darum geht es bei jeder Verschmelzung!
Das mag den (beteiligten) Genossenschaftsverbänden nicht gefallen. Aber darum geht es eher nachrangig.
Hier steht mehr auf dem Spiel als nur Verbandsinteressen. Hier geht es letztlich um das „Ansehen des deutschen Genossenschaftswesens aktuell und zukunftsbezogen“ schlechthin.
Solange keine gesetzliche Reglungen bestehen, ist es deshalb dringend geboten, Abwehrstrategien zu entwickeln, die die Rechte der Mitglieder zu mehr Wirkungskraft verhelfen.
Aufklärung über die Mechanismen, die die „federführenden Geschäftsstrategen“ der Verbände einsetzen, ist ebenso geboten, wie das Aufzeigen von Alternativen, die zur Verschmelzung bestehen.
Dann geht es darum, wirtschaftlich sinnvolle und tragfähige Alternativen zu einer Verschmelzung anzubieten.

Eine Antwort könnten Bürgergenossenschaften sein.

Wenn ein „Raiffeisen-Jahr-2018“ wirklich Sinn machen soll, dann muss es über das hinausgehen, was Friedrich Wilhelm Raiffeisen damals begonnen hat. Wenn wir es schaffen, sagen zu können:


dann haben sich alle Mühen wirklich gelohnt. Dazu sind neue, richtungsweisende Impulse jetzt wichtig!

Das Konzept  „Bürgergenossenschaft“  soll und kann dazu dienen.

  • Das auf der Grundidee von Raiffeisen aufbauende „Darlehnskassen-Konzept“ hatte einen eindeutigen Förderzweck: Die Mitglieder der Darlehnskassen vom  „Zins-Wucher“ zu befreien. In einer Niedrigzinsphase ist das kein Thema.
  • Die heutigen Volksbanken stehen zwar in dieser Tradition, sie wollen oder können jedoch inzwischen  keinen wirklichen Förderzweck mehr darstellen.
  • Ähnlich wie damals, ist der  ländliche Raum  auch heute ein Thema. Trotz vieler Bemühungen ist es bisher nicht gelungen, die ländlichen Räume attraktiv zu gestalten. Die Antwort von Raiffeisen wäre heute ebenfalls eine genossenschaftliche: Die Gründung von Bürgergenossenschaften!  Und Raiffeisen hätte sich dabei kaum damit zufrieden gegeben, den Zustand etwas „erträglicher“ zu gestalten. Er hätte wohl eine grundsätzlichere Lösung angestrebt. Und diese heißt dann: Wirtschaftliche und soziale Aspekte eng miteinander zu verbinden.
  • Und weil Friedrich Wilhelm Raiffeisen klug genug wäre, hätte er auch gesehen, dass seine „Raiffeisenbanken“ von „Konzentration“ bedroht sind. Diese Art von „Weg-Verschmelzen“  den ländlichen Raum weiter schwächt, statt stärkt.
  • Die zur Verschmelzung anstehende Volks-oder Raiffeisenbank kommt zu der Auffassung, dass es nicht unbedingt erforderlich ist, die Bank zu verschmelzen, weil davon die Mitglieder nur Nachteile haben. Sie prüft ernsthaft, die „Bank-Lizenz“ aufzugeben und sich ggf. in eine Bürgergenossenschaft umzuwandeln.

Wir wollen uns zunächst darauf konzentrieren, welche Maßnahmen „vor Ort“ zu ergreifen wären.
Dazu gehört z.B. zu prüfen, in welchem Umfang eine Bürgergenossenschaft – nützlich sein könnte, um

  • eine Verschmelzung entweder zu verhindern oder
  • zumindest für die betroffenen Bankgenossen fair und offen ablaufen zu lassen. …

Die Aufgaben einer Bürgergenossenschaft sind – standortbezogen – ganzheitlich, die einer Genossenschaftsbank eher partiell, aber es gibt wichtige „Schnittmengen“ und Synergien füreinander!

Zunächst wäre es Aufgabe einer Bürgergenossenschaft – die einen  ganzheitlichen Anspruch zur Entwicklung des jeweiligen Raumes (Kleinstadt, Gemeinde) erhebt – zu erkennen, dass ein „Weg-Verschmelzen“ der örtlichen Volksbank dazu führt, dass eine weitere Schwächungdes betreffenden ländlichen Raumes eintritt!
Bürgergenossenschaften könnenihr Einzugsgebiet  positiv entwickeln oder revitalisieren. Ein Beispiel, eine genossenschaftliche  Gaststätte, vielleicht mit integriertem Dorfladen. Der gemeinsame Einkauf oder die Produktion von Energie, Car- und Werkzeug Sharing,  das Angebot haushaltnaher Dienstleistungen,  der Bau von Seniorenwohnanlagen. Aber es  fängt auch mit kleinen Dingen an. Mit der Unterstützung bei der elektronischen Steuererklärung, der Seniorenbetreuung oder sinnvollen Beschäftigungsmaßnahmen von Geflüchteten. Ein interessantes Beispiel  ist die Bürgergenossenschaft Weingarten.
Bürger-Genossenschaften – unsere  Genossenschaft bleibt vor Ort

und ändert nur  den Geschäftszweck. So bleibt das Geld im Dorf.
Drei grundlegende Probleme ergeben sich aus jeder „Weg-Verschmelzung“einer Volksbank:

  1. Der betroffene ländliche Raum wird geschwächt.
  2. Die Mitglieder der zu verschmelzenden Volksbank übertragen – „kostenlos“– ihr Vermögen an die aufnehmende Bank. Es gibt keine langfristige Bestandsgarantie für den Geldautomaten.
  3. Das „kostenlos“ übertragene Vermögen der Mitglieder bringt für die Bankgenossen nur (Vermögens-)Nachteile,für die aufnehmende Bank jedoch (fast) nur Vorteile und für die betroffene Region ergeben sich ebenfalls Nachteile, weil dieses Vermögen – nach den derzeitigen Erkenntnissen – ebenfalls nicht mehr in der Region zur Verfügung steht.

Bei der Gründung der Bürgergenossenschaft  sollten die Genobankmitglieder des entsprechenden Einzugsgebiets zusammenarbeiten  und zum Mitmachen und aktiver Mitgestaltung auffordern.

Es ist dringend notwendig, das vor allem viele Bankgenossen dem Gründungs-Team der Bürgergenossenschaft angehören. Hier ist eine große Koalition angebracht. Egal ob Bürgermeister, Lehrer  oder Kirchenvertreter vor Ort – jeder der sich für die Erhaltung seiner Genossenschaft einsetzen möchte wird gebraucht.  Die Arbeitsgemeinschaft Bürgergenossenschaft kann dann die Mitglieder der Genossenschaftsbank direkt ansprechen und gemeinsam ein Konzept entwickeln,  um das gemeinsame Genossenschaftsvermögen zu retten.

Wenn 75%  der Bankgenossen dem Konzept der Bürgergenossenschaften  zustimmen, kann eine Satzungsänderung vorgenommen  und der Geschäftszweck der entsprechenden Genossenschaftsbank geändert werden.  Das Bankgeschäft wird verkauft, der Geschäftszweck wird abgeändert. Die Zweck der Genossenschaft – die Mitgliederförderung – bleibt bestehen.
Die Bürgergenossenschaft sollte gleichzeitig einem zweiten Prüfungsverband beitreten. Auch drüber müssen die Mitglieder abstimmen.
Das Genossenschaftsvermögen ausgewählter Fusionskandidaten wird unter www.geno-bild.de  aufgelistet. Die hier vorgestellten Fusionskandidaten  sind derzeit unter besonderer Beobachtung.

Literaturhinweis:  igenos Reihe Genossenschaftspraxis
Band 3 ISBN  978-3-947355-13-6  Mogelpackung Genossenschaftsbank. Wo Genossenschaft draufsteht, sollte auch Genossenschaft drin sein. Ab Juni 2018 im Buchhandel – ab Ende Mai direkt beim Autor.

Quelle: www.genonachrichten.de  vom 30.04.2018 (Auszug)

Hinweis: Wir veröffentlichen den Beitrag, weil er zeigt, wie wichtig in Zukunft Bürgergenossenschaften sein können, besonders wenn Sie ganzheitlich denken, und beginnen den „WirKraft-Gedanken“ aktiv zur Entfaltung zu bringen


19.02.18

CoopGo - Auf den Punkt gebracht



CoopGo =     Das gemeinsame Symbol der Wege einer „kooperativen Zeitenwende“

CoopGo =     Von Menschen – Mit Menschen – Für Menschen

CoopGo =     Überparteilich – unabhängig – kreativ – vielfältig

CoopGo =     Natürlich erfolgreich – Das Leben als Vorbild

CoopGo =     Wir lieben das Leben und übernehmen Verantwortung für unsere Existenz

CoopGo =     Wir denken – gestalten – handeln kooperativ, ganzheitlich und zukunftsfähig

CoopGo =     So können die Bilder einer neuen Gesellschaft entstehen

CoopGo =     Für Menschen mit Mut, Ideen, Vertrauen , Bereitschaft zur Selbstverantwortung

CoopG0 =     Das Neue entsteht durch aktive Menschen

CoopGo =     Die „kooperative Zeitenwende“ hat einen hohen Wert: Sie bringt den Menschen die „Miteinander-Gesellschaft“!



CoopGo =     Wir haben eigentlich nur diese Wahl:                     Mehr Kooperation oder mehr Konkurrenz?

16.02.18

CoopGo - Migrationsgenossenschaften

Jetzt können Migranten endlich auch  Verantwortung für ihr Herkunftsland übernehmen
DEGP: „One World Coops“ – So werden aus Sozialkosten die neuen Zukunftsinvestitionen  

Dass Migration und Entwicklung stets zwei Seiten der gleichen Münze sind, hat die UN längst erkannt. Die Diskussion, ob sich Migration und Entwicklung bedingen, wird seit Jahren geführt. Bereits in den 70er Jahren wurde über die Folgen von Migration in den Herkunftsländern diskutiert. Das damalige Resümee: Abwandern tun meist die Menschen, die in den Herkunftsländern dringend gebraucht werden. Nicht von der Hand zu weisen ist jedoch auch, dass der Geldtransfer der Migranten in ihre Herkunftsländer auf über 440 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, was dem Dreifachen der offiziellen Entwicklungshilfe entspricht. Und zugleich prognostizieren Wissenschaftler, wie Prof. Sinn, dass die Kosten pro Flüchtling in Deutschland, sich tendenziell auf 450.000 (EU) bewegen könnten.
Angesichts solcher „Widersprüche“, die man eigentlich kaum der Bevölkerung in Deutschland wirklich vermitteln kann, ist die Frage erlaubt, ob mehr „Staatshilfe“ oder eher mehr „Selbsthilfe“ der geeignetere Weg zu einer sinnvollen Lösung sein könnte?
Der Fachausschuss  „CoopGo – One World Coop“ des Deutsch-Europäischen Genossenschaftsverbandes  (DEGP) hatte Migranten, Genossenschaftler, Politiker, Wissenschaftler, Künstler und Journalisten zusammengeführt, um nach (ganzheitlich kooperativen) „Selbstverantwortungslösungen“ zu suchen. Daraus entstand das Konzept „Migrationsgenossenschaften“.     

Zu Beginn der Konferenz erinnerte der DEGP – Vorstand, Gerd K. Schaumann daran, dass bereits das CoopGo-Konzept „Integrationsgenossenschaften“ durchaus erfolgreich – Diskussion und  Perspektive auf mehr „Hilfe zur Selbsthilfe“ seitens der Migranten gelenkt hat.  
„Migrationsgenossenschaften“ sollen nicht das Konzept  „Integrationsgenossenschaften“ überflüssig machen. Ansatz und Adressaten für Migrationsgenossenschaften sind erheblich anders.  Wir haben in Deutschland über 17 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das sind fast 22% der gesamten Bevölkerung. Dies ist ein enormes „WirKraft-Potenzial“, das sich quer durch die Gesellschaft zieht. Allein die 58 Abgeordneten im Bundestag (mit Migrationshintergrund) zeigen, welche Kräfte zu bündeln wären, um praxisnahe Selbsthilfe-Aktivitäten zu entwickeln. Migrationsgenossenschaften sollen genau das ermöglichen.

Die Kernpunkte des Konzeptes Migrationsgenossenschaften  - kurz zusammengefasst lauten:

1.   Das Thema „Migrationsgenossenschaften“ wendet sich besonders an alle Menschen mit Migrationshintergrund  in Deutschland.  Ihre Migrationshintergründe mögen wahrscheinlich andere sein, wie die der Migranten, die ab 2015 in Deutschland eintrafen. Dennoch haben sie  nachhaltig eigene Erfahrungen gesammelt, wie es ist, fremd in einem anderen Land zu sein.  Sie kennen Migration aus eigenem Erleben. Es ist für Migranten wichtig, das zu wessen, denn es schafft mehr Perspektive.
2.   Inzwischen sind Migranten in Deutschland – besonders die seit langem in Deutschland wohnen - in viele wichtige Funktionen und Positionen emporgestiegen. In der Zeitschrift  „The Huffington Post“ wird das so zusammengefasst: Sie machen Politik, schießen Tore, stürmen die Charts und holen Nobelpreise. Flüchtlinge und Migranten haben Deutschland schon immer geprägt. Sie haben geholfen unser Land zu dem zu machen, was es heute ist: Ein innovatives, weltoffenes, HighTech-Land, das in Wirtschaft, Kultur, Sport und Wissenschaft global Maßstäbe setzt“.  
3.   Deshalb sind die „etablierten“ Migranten besonders auf- und herausgefordert. Sie können sich – je nach ihren Fähigkeiten - jetzt aktiv für Migration engagieren. Ihre Erfahrungen sind wichtig und Ihre „Ausstrahlung“ und ihr „Einfluss soll helfen, solche Projekte zu initiieren und zeitnah zu realisieren. Wenn die ersten „Migrationsgenossenschaften“ ins Leben gerufen sind, ergeben sich die individuellen Besonderheiten von selbst. Es muss der erste Schritt zeitnah gegangen werden …
4.   Migrationsgenossenschaften sollen helfen, einen dringend notwendigen Einstieg zu einen Perspektivenwechsel in der Migrationspolitik vorzubereiten. Bisher stand die soziale Integration der Migranten im Vordergrund.  Das hatte auch Folgen: Nachvollziehbar, dass dies verstärkt Zweifel in der Bevölkerung aufkommen ließ, weil man nicht erkannte, dass zugleich auch Lösungen entwickelt wurden, die an den Ursachen ansetzen: Den problematischen ökonomischen Entwicklung der Herkunftsländer.
5.   Migrationsgenossenschaften haben stets in Deutschland ihre „Start-Basis“. Sie sind jedoch von Anfang an darauf ausgerichtet, Migranten so zu qualifizieren, dass sie in der Lage sind, in ihren Herkunftsländern ökonomische Impulse auszulösen. Eine der Umsetzungsformen ist z.B. die Gründung von „Töchtern“ oder „Niederlassungen der Migrationsgenossenschaften in den Herkunftsländern    
6.   Migrationsgenossenschaften wenden sich zunächst an „Neu-Migranten“, die bereits in ihren Herkunftsländern selbständig waren oder die sich jetzt in Deutschland  unternehmerisch betätigen wollen. Einseitig Migranten in „abhängige Beschäftigungsfelder“ zu verpflichten, ist auf Dauer nicht unproblematisch. Also nutzt man – freiwillig – optional einen Weg in die kooperative Eigenständigkeit.

„Prominente“ Migranten, sollen das Konzept beflügeln. Politiker wie z.B. Volker Kauder (CDU Fraktions- Vorsitzender), Horst Köhler (Bundespräsident a,D., Fußballprofis wie Neven Subotic, Mehmet Öszil oder Mahmoud Dahoud,  Schlagerstare, wie  Helene Fischer, usw., sie alle könnten große Wirkung erzielen. Man muss sie jedoch nicht nur ansprechen, sondern sie auch für einen sinnvollen Weg begeistern.
Fast 19 Millionen Menschen haben in Deutschland einen Migrationshintergrund – eine gewaltige „Schubkraft“ für ein „Konzept Migrationsgenossenschaften“ ...

Der vorläufige Arbeitstitel diese Migranten-Selbstverantwortungs-Konzeptes lautet – zielorientiert - „CoopGo - Coop der Migranten“. Damit sind etwa 22% der Gesamtbevölkerung anzusprechen, die nunmehr aufgerufen sind, Verantwortung zu übernehmen, um – in Verbindung mit den Herkunftsländern - eine partnerschaftliche  Entwicklungshilfe zu initiieren.

Nur wenn es gelingt, eine „Give Together –Situation“ bei Migranten zu erzeugen, wird es auch gelingen, die Bevölkerung in Deutschland  zu mehr Akzeptanz in Sachen Integration zu bewegen – so die Feststellung des DEGP Ausschusses. Integrations-  bzw. Migrationspolitik wird dann verbunden mit dem Aspekt „Gesamtverantwortung“.  Den 22% Migranten in Deutschland kann und darf es nicht einerlei sein, wie sich ihre Herkunftsländer entwickeln. Und allen Parteien, Organisationen und Menschen, sollte es nicht einerlei sein, dass die Migration ihren Herkunftsländern wertvolle Ressourcen entziehen, weil meist diejenigen flüchten, die in ihren Ländern dringend benötigt werden, um die Migrationsursachen längerfristig zu beheben.

Migrationsgenossenschaften oder kurz „Migranten Coops“ genannt also sind stets darauf ausgerichtet, perspektivisch in den Herkunftsländern wirtschaftliche und gesellschaftliche Grundlagen zu schaffen, die zur „Re-Vitalisierung“ dieser Länder führen.  

Das Konzept Migrationsgenossenschaften könnte – beispielhaft – mit einer Bundesstiftung starten.
Das gesamte Konzept des DEGP ist auf 7 Stufe ausgelegt, um auch Gemeinden und Städte direkt einbeziehen zu können.

Solchermaßen „Selbsthilfe-Konzepte“ können nicht hoch genug  eingeschätzt werden, weil sie genau die Signale auslösen, auf die viele Menschen in unserem Land warten: Migranten übernehmen Verantwortung für ihr Herkunftsland.

Es lohnt sich wirklich, jetzt das zu praktizieren, was die UN als „Grenzenlose Verantwortung“ bezeichnete, was Willy Brandt hat schon vor Jahren mit dem den Begriff „Interdependenz“ (wechselseitige Abhängigkeit) angemahnt:  „Gesamtverantwortung“. Unter kooperativen Gesichtspunkten – man das heute  als „One World Coop“ bezeichnen können. Das Prinzip ist einfach und gilt für alle Menschen, gleich in welcher Funktion und Situation sie sich befinden. Es lautet schlichtweg: „Give Together“ – sei dir deiner weltweiten Verantwortung bewusst.
Wer als Land diese Regel ignoriert, zahlt viel Geld für Integrationsmaßnahmen, von deren Funktionieren die Menschen in Deutschland erst noch überzeugt werden müssen. Wer diese Regel jedoch berücksichtigt und zusätzlich möglichst viele „Alt-Migranten“ anspricht, kann Deutschland zu einem „Musterland für migrative Selbstverantwortung und Selbstorganisation“ entwickeln.
Im Jahre 2018 „feiern“ wir „200 Jahre Friedrich Wilhelm Raiffeisen“. Grund genug, um im Geburtsland seine Ideen zur Selbsthilfe, Selbstorganisation und Selbstverantwortung für neuzeitliche Problemlösungen auszuprobieren.        

06.01.18

CoopGo – Die kooperative Bewegung in Deutschland


Unser Land braucht einen kooperativen Aufbruch

Wenige Zahlen zeigen überzeugend:

·         Deutschland ist ein Land der Kooperationen – man könnte durchaus von „CoopLand“ sprechen

Wer jedoch die Programme der größeren politischen Parteien anschaut, hat den Eindruck, dass diese Situation kaum zur Kenntnis genommen wird. Irgendwie scheint die „Normalität“ darin zu bestehen, dass „Konkurrenz“ die Grundlage ist, wie Menschen und Strukturen in Beziehung treten.

Aber die Zahlen sind „erdrückend“ deutlich „pro Coop“:

·         Mehr als 39 Millionen Menschen sind als Arbeitnehmer in diversen Unternehmensformen beschäftigt.
·         Etwa 36 Millionen Menschen sind – mindestens in einem Verein Mitglied
·         Mehr als 21 Millionen Menschen sind Mitglied einer Genossenschaft
·         Fast 50 Millionen Menschen sind Mitglied in einer der beiden größten Kirchen und größeren – anerkannten Religionsgemeinschaften

Und hinzukommt, dass es derzeit keine wirkliche Orientierung in Richtung einer Veränderung zu mehr Kooperation zu geben scheint. Man gibt sich damit zufrieden, „Schadensbegrenzung“ zu betreiben, von substanzieller Veränderungs-bereitschaft ist wenig zu spüren.

Dabei befinden wir uns mitten in einem tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel, an dessen Ende, wohl nur wenig von dem bestehen bleiben könnte, was uns heute bekannt ist und auf das Wirtschaft, Politik und alle Bereiche der Gesellschaft seit Jahren ausgerichtet sind.

Die kritischen Stimmen mehren sich, dass ein solcher Wandel für viele Menschen im Lande, (gleichermaßen junge und ältere), für wirtschaftliche Strukturen (besonders den Mittelstand), letztlich für das gesamte gesellschaftliche und politische Umfeld enorme Risiken und hohe Veränderungsbereitschaft erfordern.

Die kritischen Stimmen mehren sich ebenfalls, die sagen, dass die Instrumente von Konkurrenz und Gegeneinander künftig eher Probleme erzeugen werden, als lebenskonforme Lösungen anzubieten.

Immer mehr Wissenschaftler erkennen, dass Kooperation (Miteinander) – quasi auf ganz natürliche Weise, wie die Natur und unser Körper es zeigen – zugleich effizient und effektiv wirkt. Sie erkennen darin das „Potenzial der Zukunft“.

„CoopGo“ oder „Kooperation Jetzt“ oder „Zukunft im Miteinander“, wie immer man es auch bezeichnen mag, es sollte keine Zeit mehr versäumt werden, die „Bilder“ der neuen Gesellschaft entstehen zu lassen.

Dass sozusagen bereits – fast alle Menschen im Lande – kooperative Erfahrungen in kooperativen Strukturen gesammelt haben, ist ein ausgezeichnete Grundlage, zugleich einen kooperativen Umbau ins Auge zu fassen.

Und genau dort setzt CoopGo an:   

·         Unabhängig, überparteilich, quasi wie ein landesweites „Open-Source-Projekt“, das Bewusstsein zu schärfen, gemeinsam die „Bilder“ einer leistungsstarken, humanen, fairen und friedvollen Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu entwickeln, deren Denken und Handeln in den Prinzipien von Miteinander und Füreinander verankert, fester Bestandteil sind.

 
Menschen wollen mehr „Miteinander“ statt „Gegeneinander“

Die Meinung der Menschen in unserem Lande geht seit einiger Zeit sehr konsequent in Richtung einer gesellschaftlichen Struktur des „Miteinanders“.
Immer mehr Menschen spüren, dass „Gegeneinander“ (Konkurrenz) nicht mehr stimmig ist. Umfragen – aus unterschiedlichen Bereichen - belegen dies stabil und deutlich.
Menschen wünschen sich eine „Kultur des Miteinanders“ (Kooperation), nicht nur in der Wirtschaft, auch in Politik und allen Bereichen der Gesellschaft.

Die Öffentliche Meinung geht recht konsequent auf Kurs „Kooperation“. Dies heißt jedoch noch längst nicht, dass eine Gesellschaft des Miteinanders bereits zeitnah zu realisieren wäre. Es wird Schritte des Übergangs geben müssen, Zeiträume in denen ein geordneter Wandel ablaufen muss.

Doch es gibt bisher nur wenig „Bilder“ von dem, wie ein solcher Wandel faktisch erfolgen könnte. Zwar entstehen bereits wertvolle Vorbilder in kleineren Nischen, aber der Umbau einer hochtechnisierten, komplexen Wirtschaft ist etwas völlig anderes.

Zeitgleich vollzieht sich – auch in den bisher als Wettbewerb organisierten Bereichen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – ein (zusätzlicher) Wandel, der seines gleichen sucht. Begriffe wie Digitalisierung oder Arbeit 4.0 deuten an, was gemeint ist.

Die Konkurrenzgesellschaft steht vor tiefgreifenden Veränderung und quasi zeitgleich soll bzw. muss ein weiterer – vor allem technisch-technologische determinierter Umbau organisiert werden, sozusagen Umbau von einer Wettbewerbsgesellschaft zu einer Kooperationsgesellschaft auf höchstem technologischen Niveau. …


Das Neue erfordert ungewohnte Antworten 

Intelligente Unternehmer und Wissenschaftler sehen z.B. die Einführung eines Grundeinkommens als unabdingbar an, um sozialen Frieden dauerhaft zu gewährleisten. Parallel dazu wird massiv von Seiten der Politik dieses Thema ignoriert. Sprachlosigkeit und unfruchtbares Gegeneinander verhindern geeignete Lösungswege. Jetzt wäre Diskussion angesagt, um rechtzeitig über die besten Lösungen in Gespräche einzutreten. Eine wahrhaft kooperative Basis zu schaffen, die begehbare Brücken baut, statt unnötig Zeit mit dem Beharren auf „bröckelndem“ Terrain zu verschenken.

Die Situation zeigt beispielhaft, was es bedeutet, vom „Wettbewerbs-Modus“ in den „Kooperations-Modus“ zu wechseln. Das Traditionelle lässt scheinbar wenig Spielraum für zeitnahe Veränderungslösungen, und mögen diese auch noch so ratsam, wichtig und richtig sein.

Und dabei ist das Thema „Grundeinkommen“ – bei aller Bedeutung – nicht das Einzige oder gar am Schwierigsten lösbare Problem.

Das Thema zeigt jedoch sehr gut, wie wichtig jetzt eine Bewegung wäre, die jenseits aller parteipolitischen Positionen, losgelöst von Interessengruppen und einseitig verengtem Lobbyismus, sich grundlegend neuen Themen und Entwicklungen, unbefangen zuwenden könnte. …


CoopGo – Eine wertvolle Bewegung des Wandels

Um den Menschen – die durchaus berechtigten Ängste – vor tiefgreifenden gesellschaftliche Veränderungen zu nehmen, macht es viel Sinn, jetzt aufzuzeigen, dass dieser technisch-technologische Wandel zugleich mittels kooperativer Entwicklungen und Gestaltungen zu synchronisieren ist. Es macht für Menschen ganz offensichtlich einen erheblichen Unterschied, ob Veränderung inmitten eines Systems der Konkurrenz (Gegeneinander) oder eines Systems des Miteinanders (Kooperation) erfolgt.
Um dies zu gewährleisten, ist CoopGo weder eine Partei, noch ein Lobby-Verband, sondern eine Bewegung von Menschen und Institutionen. Was CoopGo von Anfang an eint ist, dass es einer starken, koordinierten, auf breiter Basis aufgestellten Bewegung bedarf, um in die verschiedensten Bereiche von Wirtschaft, Gesellschaft, Medien, Politik, etc. wirksam hineinzuwirken zu können.
CoopGo soll sozusagen ein Bindeglied für viele – durchaus unterschiedliche Gruppen, einzig der Idee verpflichtet, dass Kooperation die Grundlagen unserer Gesellschaft bilden kann und muss, um wahre Zukunftsfähigkeit, Lebensqualität, Freiheit und Menschlichkeit in unserem Lande entstehen zu lassen.
Die traditionellen Grundwerte von Genossenschaften und Vereinen, wie z.B. Selbstorganisation, Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Selbstvertrauen können dafür wichtige – weil erprobte – Eckpfeiler sein.
Die Initiatoren der CoopGo-Bewegung bauen auf jahrelangen Erfahrungen in und mit kooperativen Strukturen auf.
Sie wissen deshalb auch, dass bereits jetzt nach kooperativen Grundlagen organisierte Institutionen und Unternehmen sich weiterentwickeln müssen. Dennoch können z.B. Genossenschaften – besonders international gesehen – durchaus wichtige Grundlagen für einen kooperativen Umbau in unserem Lande liefern. …
 

CoopGo -  Das Bestehende entwickeln und das Neue gestalten   

Genossenschaften könnten und sollten wichtige „Eckpfeiler“ darstellen, um diesen fundamentalen Wandel, der fast alle Bereiche der Gesellschaft erfassen wird, zu gestalten. Aber die etwa 8500 genossenschaftlichen Unternehmen in Deutschland sind bislang erst bedingt in der Lage, einen wirklich bedeutsamen Beitrag für einen kooperativen Wandel zu organisieren. Selbstkritisch müssen die genossenschaftlichen Verbände eingestehen, dass es z.B. so etwas wie eine mittelständische genossenschaftliche Unternehmensstruktur bisher außerhalb des Dienstleistungssektors kaum gibt. Aber genau solche – vor allem kleinere und mittlere Produktionsunternehmen als Genossenschaften wird es geben müssen, wenn man glaubhaft in Aussicht stellen will, dass Konkurrenz durch Kooperation – Step by Step – ersetzt werden soll und kann. Auch wenn man solche Fragen gern verdrängen würde: Selbst für die heutigen (Konkurrenz-)-Konzerne sollten kooperative Lösungen – längerfristig - nicht außer Acht bleiben.
„Mischlösungen“ könnten in vielen Bereichen der Wirtschaft zumindest interessante „Übergangs-Varianten“ darstellen. Beispiele könnten z.B. sein: Die derzeit Beschäftigten in einer AG oder GmbH könnten sich in einer „Unternehmens-Genossenschaft“ organisieren. Was genau eine solche Genossenschaft für eine Funktion hätte, wäre zu entwickeln und dürfte von Unternehmen zu Unternehmen anders sein. Wie so etwas letztlich zu realisieren wäre, könnte/müsste im Rahmen eines entsprechenden Gesetzes (Kooperationsgesetztes) näher beschrieben werden. Allein um ein solches Gesetz sinnvoll zu gestalten, bedarf es einer Menge Kreativität, Sachverstand und Einsichtsfähigkeit.
Nur wo kommt dieser „Sachverstand“ her, in einer Gesellschaft, die über Jahrzehnte in einem „Spielfeld“ namens Konkurrenz gewirkt und „trainiert“ hat?

Erinnern wir uns, welche Widerstände z.B. zu überwinden waren, um Mitbestimmung und Eigentumsrechte einsichtsvoll zu „harmonisieren“.  Letztlich wurde auch diese Hürde genommen und Mitbestimmung gesetzlich geregelt.

Für Vereine und andere potenzielle Kooperationsstrukturen (Kirchen, etc.) könnte durchaus die Verbindung von kooperativen Strukturen – wie z.B. Genossenschaften - von Interesse sein.  Wenn Vereine (zusätzlich) Genossenschaften gründen, könnten sich völlig neue Potenziale zur Mitgliederwerbung ergeben. So begänne sich ein System „WirKraft“ allmählich wirksam zu entfalten. Oder was spräche dagegen, wenn sich z.B. „Unternehmens-Genossenschaften“ – weitergehend - mit Vereins- bzw. „Kirchen-Genossenschaften“ intelligent vernetzen und daraus planvoll sukzessive eine „Kooperationsstruktur der 2.Stufe“ entstünde?
Viele Möglichkeiten sind bereits bekannt, einige bereits vorteil- und beispielhaft realisiert. So könnte recht zügig ein ganzer „WirKraft-Sektor“ entwickelt werden.  Wo ein Wille ist wird es auch (intelligente) kooperative Lösungen geben. Der Ideen gibt es gewiss viele, nur wären dafür die geeigneten  „WirKraft-Experten“ zu finden?

Das „CoopGo-Signet“ könnte helfen, um Beratergruppen - z.B.  Unternehmensberater, Steuerberater und Rechtanwälte -  zu animieren, sich kooperativ(er) auszurichten. Ein solches Symbol – verbunden mit den entsprechenden „WirKraft-Kompetenzen“ eröffnet neue Handlungsfelder und verspricht neue Kundenpotenziale.

Damit drängt sich – möglicherweise - förmlich ein neues Betätigungsfeld für CoopGo auf: Die Aus- und Weiterbildung für kooperative Strukturen, zumal wenn diese nicht in Form einer Genossenschaft tätig werden, was durchaus möglich sein sollte. Kaum jemand kann annehmen, dass Einrichtungen, wie Industrie- und Handwerkskammern die – per se - geeigneten Partner wären um entsprechende Dienstleistungen für kooperativ aufgestellten Startups oder „Unternehmen am Markt“ anzubieten. Sie mögen das „Konkurrenz-Spiel“ beherrschen, aber Kooperation ist etwas völlig anderes und dafür gibt es bisher kein Personal. Auch  „Head-Hunter“ müssen (noch) „passen“, bekämen sie Aufträge zur Suche von Managern mit kooperativen Kompetenzen. …      

Die Gestaltungs-Formen im Umbauprozess werden vielfältig sein, die Aufgaben beträchtlich. Unverzichtbar – besonders in der „Umbau-Phase“ ist jedoch, dass die Menschen, die innerhalb solcher Organisationen und Strukturen tätig sind. von Anfang an erleben:

·         Seit wir kooperativ denken und handeln haben sich viele für uns wichtige Interessen bzw. Probleme zum Positiven entwickelt.

Um das zu gewährleisten, muss das in Aussicht gestellte kooperative „Chancen-Potenzial“ - hautnah und praxisbezogen - für alle Teilnehmer am kooperativen Umbauprozess sichtbar und erfahrbar werden. Das könnte leicht zu so etwas wie eine „Herkules-Aufgabe“ werden, sofern geeignete Qualifikations-Institutionen und Berater nicht unterstützend verfügbar sind.

Wer meint, dass ein kooperativer Umbauprozess zeitnah und reibungslos zu hantieren wäre, sollte umdenken. Idealismus und Phantasie werden wichtige Hilfe leisten können, aber für eine erfolgreiche Umsetzung ist viel „kooperative Professionalität“ erforderlich. Und um diese herzustellen, bedarf es entsprechender zeitlicher Vorläufe. …

Diese Beispiele sollen und können lediglich andeuten, welche Vielfalt von Aufgaben sich einer „CoopGo-Bewegung“ stellen, wenn sie es ernst meint, einen kooperativen Umbauprozess unseres Landes aktiv und einflussreich zu gestalten.

Fassen wir das zusammen, so könnte man vielleicht sagen:

·         CoopGo muss zunächst Menschen aus allen relevanten gesellschaftlichen  Bereichen zusammenführen, um gemeinsam die Grundlagen (Bilder) entstehen zu lassen, die für einen gesamtgesellschaftlichen, kooperativen Wandel zugleich relevant und für viele Menschen nachvollziehbar sind. Entscheidend für aktives Mitmachen ist immer, dass sich Mehrheiten damit identifizieren können und sich von einer Idee bzw. deren Konzept angesprochen (inspiriert) fühlen.


CoopGo setzt auf (kooperative)Wissenschaft und Forschung

Wissenschaft und Forschung haben derzeit in Sachen „kooperativer Wandel“ erst wenig anzubieten, um von dort – zeitnah – wesentliche Impulse  zu bekommen. Wir wollen keineswegs die jahrelange Arbeit der –„genossenschaftlichen Forschungsinstitute“ schmälern, aber um einen gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozess substanziell begleiten zu können, wäre sie sicherlich überfordert, zumal es um wesentlich mehr geht, wie sich „nur“ auf den Genossenschaftssektor zu begrenzen. Aber so waren sind sie aufgestellt und ausgerichtet.
Was es jetzt bedarf ist, „Kooperation“ zu einem integralen Forschungsfeld von fast allen wissenschaftlichen Studienbereichen auszurichten. Nicht nur die wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten sind einseitig auf den „Konkurrenz-Modus ausgerichtet.
An fast allen deutschen Hochschulen und Universitäten wurde bisher – zumindest inzident – gelehrt und geforscht, mit einem „Konkurrenz-System“ umzugehen.

Um Habilitationen oder Promotionen zu kooperationswissenschaftlichen Themen zu finden, muss man sich gehörig anstrengen. Die Vermutung ist naheliegend, dass man keine einzige Fakultät in Deutschland finden dürfte, die zumindest kooperative Schwerpunkte in ihre Studienangebote integriert hat oder gar entsprechende Studienabschlüsse anbietet.
Auch hier könnte eine Mitwirkung in der „CoopGo-Bewegung“ Anreiz sein, um im Wettbewerb um die Gunst der Studenten, interessante Vorteile eröffnen. CoopGo wird ein „Forschungs-Institut für Kooperation“ initiieren, das eng mit Hochschulen und Universitäten zusammenarbeiten wird. Professoren und Hochschullehrer, die längst erkannt haben, dass eine „Kooperations- bzw. Miteinander-Gesellschaft“ nicht nur zukunftsfähiger, wie eine „Konkurrenz-Gesellschaft ist“ gibt es durchaus. Was fehlt ist, dass deren Anliegen nunmehr zeitnah zu entsprechenden politische Resonanzen in der Bildungspolitik führt.

Die Zeit, dass Universitäten und Hochschulen, sich bewusst als „Coop-Unis“ ausweisen, wird umso eher eintreten, wie es gelingt, die CoopGo zu einer kraftvollen Bewegung zu entwickeln.


CoopGo soll „Faszination in und für Kooperationen und Genossens-chaften“ erzeugen

Zurück zu den aktuellen Voraussetzungen. Im Vergleich mit anderen europäischen Staaten ist in Deutschland die Gründung und Entwicklung von Genossenschaften eher „bescheiden“. Länder wie Frankreich, Spanien, Italien , Schweiz, etc. haben nicht nur – in Bezug auf die Einwohnerdichte – wesentlich mehr Genossenschaften, auch deren Neugründungen sich erheblich mehr.
Wir wollen dies am Beispiel der Schweiz verdeutlichen:
Würde man die Dichte (bezogen auf die Einwohnerzahl) von Genossenschaften der Schweiz auf Deutschland übertragen, sollte es eigentlich in Deutschland weit über 90.000 (!) Genossenschaften geben. Es gibt jedoch in Deutschland lediglich ca. 8500 Genossenschaften.
Erinnern wir uns, dass es zu Zeiten der Weimarer Republik in Deutschland bereits über 50.00 Genossenschaften gab, erkennt man unschwer: Deutschland ist weit davon entfernt, als „Vorbild“ zu dienen. 
Wir wollen nicht die dafür ausschlaggebenden Gründe weiter thematisieren, sondern lediglich mutmaßen, dass es derzeit einfach keine Art „Sog-Wirkung“ in Richtung Genossenschaften zu geben scheint.
Aber daraus den Schluss zu ziehen, dass in Deutschland kein „kooperativer Handlungsbedarf“ oder gar „kooperatives Desinteresse“ bestünde, wäre falsch und fatal. Genau das Gegenteil ist der Fall. Umfragen – besonders bei Startups – zeigen, dass man Kooperation sehr schätzt und gern – auch unternehmerisch - im „Miteinander“ denkt und handelt.
Woran mag es dennoch liegen, dass Genossenschaften so wenig „Sog-Kraft“ entwickeln? Jährlich werden in Deutschland ca. 280.000 Unternehmen, davon etwa 92.000 Kleinunternehmen neu gegründet. Davon werden lediglich 100 Unternehmen in der Rechtsform einer Genossenschaften gegründet.
Sofern es nicht gelingt, die Ursachen für diesen Widerspruch zu thematisieren und abzustellen, scheint sich diese Diskrepanz zwischen „kooperativer Faszination“ und genossenschaftlicher „Verweigerungshaltung“ nicht aufzulösen.      

Das könnten die Verbände anders sehen, denn einige haben sich ganz gut mit den bestehenden Verhältnissen arrangiert. Ohne zu kritisieren, muss man einsehen, dass es bisher (noch) nicht gelungen ist, so etwas wie eine „Faszination in und für Genossenschaften“ auszulösen. Das Jubiläumsjahr „Raiffeisen-200“ könnte – wenn man wirklich wollte - eine ideale Startbasis sein für so etwas wie „Geno-2.0“. Wird das auch von den Initiatoren schon so gesehen und dann – was wichtiger wäre, auch so getan bzw. genutzt?

CoopGo hat dazu eine klare Position:

·         Gemessen an den Entwicklungen in anderen europäischen Staaten, haben wir in Deutschland einen „qualitativen und quantitativen“ Nachholbedarf. Das ist keine Kritik, aber eine Tatsache, die zugleich herausfordert, denn Genossenschaften ohne „Faszination“ sind erst eine relativ leblose „Kooperations-Hülle“, aber erst eine lebendige „Förder-Gemeinschaft“ der Menschen setzt die vermuten „Kooperations-Energien“ frei, die zu den notwendigen „Kooperations-Vorteilen“ führen. 

Eine der wichtigsten Aufgaben von CoopGo wird es demnach sein müssen, diese Situation zu verändern.

CoopGo – und damit verbundene „CoopGo-Signet“ – stehen für einen Weg, der genau diese „Faszinations-Barrieren“ beseitigen soll.


CoopGo – Eine Bewegung zur Förderung der kooperativen Selbstverant-wortung

Da CoopGo – zumindest ist das derzeit nicht beabsichtigt – kein Verband, sondern eine Bewegung sein soll, setzen wir auf „offene Kooperation“ mit den bestehenden Verbänden im Genossenschaftssektor. Durch Überzeugungsarbeit – so die bereits gesammelten Erfahrungen – sind durchaus zahlreiche Verbände bereit, z.B. mögliche Gründungshürden für Genossenschaften zu überprüfen und abzustellen.
CoopGo wird auf seiner Homepage die Verbände veröffentlichen, die sich den Kernelementen des (vorläufigen) „CoopGo-Kodex“ verbunden fühlen. Diese Verbände erkennt man daran, dass sie das „CoopGo-Signet“ – auf Briefbögen, Homepage, etc. – führen.

Es wäre jedoch missverständlich zu meinen, CoopGo würde Mitglieder in Verbänden, die (noch) nicht zur CoopGo-Bewegung gehören, vom Führen des „Coop-Signets“ ausschließen. Das tut CoopGo ganz sicher nicht. Uns geht es nicht um „stimatisieren“, sondern um „faszinieren“. Wer sich nicht für „Faszination in Genossenschaften“ (einsichtsvoll) begeistern lässt, der würde „CoopGo“ eher schaden als nützen. So macht es durchaus Sinn, auch Genossenschaften, die in Verbänden Mitglied sind, die sich (noch) nicht mit den Ideen von CoopGo verbunden fühlen,  gleichwohl das Führen des „CoopGo-Signets“ zu ermöglichen.

Gleichwohl erwartet CoopGo jedoch von jeder Genossenschaft, die sich pro CoopGo offen bekennt, sich auch den „Spielregeln“ – niedergelegt im jeweils aktuellen Coop-Kodex“ – entsprechend zu verhalten. So etwas ist nur dann zu erreichen, wenn das Führen des „Coop-Signets“ auch zurückgenommen werden kann. Wie dies genau funktioniert, wird derzeit erarbeitet.

Ganz allgemein gilt der Grundsatz:

·         Wer signalisiert, nach den CoopGo-Grundsätzen zu arbeiten. Muss auch gewährleisten, dass dies erfolgt – nach innen und nach außen. Dieser „Vertrauensschutz“ ist unaufhebbar.


CoopGo – Wir fordern ein politisches Kooperations-Signal des Staates

Ein Grund, dass Genossenschaften bisher in Deutschland erst relativ geringe unternehmerische Resonanz gefunden hat, liegt sicherlich auch an der „realpolitischen“ kooperativen „Verweigerungshaltung“ des Staates.
Damit meinen wir z.B. dass es fatal ist anzunehmen, dass sich Kooperation in einem wirtschaftlichen Umfeld angemessen entwickeln könnte, das durchgängig im „Konkurrenz-Modus“ funktioniert. Dies gilt sowohl in Bezug auf das kooperative Verhalten nach innen (Mitarbeiter), den förderwirtschaftlichen Aspekt (Teilhaber), wie auch in Bezug auf das konkrete Marktverhalten.

Die kooperativen „Spielregeln“ konsequent anzuwenden, ist Genossenschaften kaum möglich. Das wird am Thema „Verbraucherschutz“ recht deutlich. Mitglieder in Genossenschaften können – selbstorganisiert – einen wesentlich effektiveren Verbraucherschutz herstellen, als der Staat. Dennoch werden Genossenschaften genauso behandelt, wie andere Rechtsformen. Das mag auf den ersten Blick plausibel sein, ist jedoch auf den zweiten Blick kontraproduktiv und greift – ob bewusst oder unbewusst – in die Autonomie der Selbstorganisation ein.

Wenn Genossenschaften – den staatlichen Regelungen weit überlegene – positive Gestaltungen praktizieren, werden sie dadurch eher „bestraft“, wie belohnt.
So sind z.B. die Mitgestaltungsmöglichkeiten von Teilhaber-Beschäftigten  durchaus denen von „Nicht-Teilhaber-Beschäftigten“ weit überlegen zu gestalten. Doch dafür gibt es keine staatlichen Anreize.
Ähnlich gilt das für viele Bereiche des Wirtschaftens. Eine Genossenschaft, die den Förderauftrag positiv gestaltet, wird dafür keineswegs „honoriert“, z.B. durch Steueranreize. Ganz allgemein gesehen, bedarf es dringend so etwas  wie einen „kooperativen Nachteilsausgleich“ oder einen „kooperativen Gründungsanreiz“. Ganz allgemein geht es darum, dass der Staat zeigt, dass er „Kooperation“ für besonders förderwürdig beurteilt. Die Anreize könnten z.B. in Form von Steuervorteilen bestehen (analog der Körperschaftssteuer-Vorteile für Wohnungsbaugenossenschaften) oder in Form von Fördermittel gewährt werden. Die besondere Förderung von Energiegenossenschaften, zum Erfolg einer „Energiewende“ war beispielgebend dafür, was möglich ist, sofern man wirklich über politische „Lippenbekenntnisse“ zugunsten von mehr Kooperation in Deutschland hinausgehen wollte.
Was spräche eigentlich gegen eine „Kooperations-Wende“. Bedeutsam genug ist das im Ansehen der Bevölkerung allemal, wie die stabilen Umfragewerte zeigen.  Die derzeitige Situation passt eher in das Bild vom „Karpfen im Haiteich“. Kaum jemand würde hier von einem fairen „Wettbewerb“ reden. …


CoopGo – Das WIR organisiert sich selbst: Ein „Coop-Rat“ und ein Coop-Parlament sind wichtige Etappen zur kooperativen Selbstorganisation

Die Arbeit der diversen CoopGo-Initiativen zu koordinieren, politische Initiativen zu organisieren und den kooperativen Entwicklungsprozess zu kommunizieren ist notwendig und unverzichtbar.

Dazu wäre eine Art parlamentarische (Coop-) Struktur eine durchaus angemessene Idee. Ein parlamentarischer Rat bereitete den Gründungsprozess der Bundesrepublik vor. Ihm gehören „Delegierte“ aus Parteien und Gruppen an. Was spräche dagegen, einen „Kooperations-Rat“ einzuberufen, um ein „Kooperations-Parlament“ entstehen zu lassen. Ein kooperativer Wandel würde zweifelsfrei friktionsfreier verlaufen können, wenn es eine institutionalisierte Arbeitsteilung gäbe und eine Kommunikation zwischen politischem Parlament (Bundestag) und Kooperations-Parlament (oder SelbstorganisationsParlament) geregelt wäre.

Schlussendlich wird man nicht daran vorbeikommen, dem Grundgesetz hinzuzufügen, dass „Kooperation“ wichtiger Teil der Zielbestimmung des Staates wird. …
  
 
CoopGo – Eine Signatur, die eine „Identifikation“ und „Energie“ für einen konzertierten  „kooperativen Wandel“ in Deutschland befördern wird

Um zu gewährleisten, dass CoopGo eine Bewegung bleibt, ein modernes „Open Source-Projekt“ ist, das zum Mitmachen auf- bzw. herausfordert, bedarf es zu es zumindest einiger „Erkennungs-Zeichen“.
Dazu dient zunächst das „CoopGp-Signet“. Jeder Mensch, der sich zu der Idee eines kooperativen Wandels in unserem Lande hingezogen fühlt, sollte das auch deutlich machen können.

Um als kooperative Struktur (Genossenschaft, Verein, etc.) in Erscheinung treten zu können, kann auch das CoopGo-Signet auf Briefbögen, auf Homepages, etc. genutzt werden.

Jetzt geht es darum einen CoopGo-Kodex – verbindlich - für Unternehmen und Organisationen gemeinsam zu entwickeln. Die ersten Entwürfe liegen dafür vor; Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Darin sollen kooperative „Mindest-Standards“ festlegt, die allesamt dazu dienen müssen, das zu erzeugen, was die absolute Mehrheit der Menschen unseres Landes wünscht und fordert:

·         In Deutschland engagierte Menschen und Experten aus allen Bereichen von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik miteinander zu verbinden.

Nur dann kann das möglich werden, was die Menschen mit großen Mehrheiten und zunehmender Beharrlichkeit fordern:

·         Unser Land braucht – über alle durchaus sonstigen Unterschiede hinweg - eine Allianz der Menschen zum Aufbau einer „Miteinander-Gesellschaft“


CoopGo – Gemeinsam für ein „Deutschland des Miteinanders“

Derzeit wird die „CoopGo-Initiative“ von und über die Redaktion www.genossenschaftswelt.de koordiniert. Eine eigene Homepage ist im entstehen (www.coopgo.de ).

Wer Interesse hat, an den Grundlagen des „kooperativen Umbaus“ unseres Landes mitzuwirken, kann sich dort gern registrieren lassen. Beiträge und natürlich eigene Initiativen, die bereits gestartet sind, werden gern veröffentlicht.

Jetzt bedarf es Mut, etwas Zeit und kreativer Ideen!

Aber es lohnt sich, denn das Projekt ist zweifellos wichtig:

·         Ein dramatischer Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft hat in Deutschland bereits begonnen.
·         Und es ist der Wille der absoluten Mehrheit der Menschen dieses Landes, dass er zu einem kooperativen Umbau genutzt wird.

CoopGo ist Mitinitiator, dass dies gelingen kann. Machen Sie mit, werden Sie Teil dieser CoopGo-Bewegung!  



              













 CoopGo – Die kooperative Bewegung in Deutschland


Unser Land braucht einen kooperativen Aufbruch

Wenige Zahlen zeigen überzeugend:

·         Deutschland ist ein Land der Kooperationen – man könnte durchaus von „CoopLand“ sprechen

Wer jedoch die Programme der größeren politischen Parteien anschaut, hat den Eindruck, dass diese Situation kaum zur Kenntnis genommen wird. Irgendwie scheint die „Normalität“ darin zu bestehen, dass „Konkurrenz“ die Grundlage ist, wie Menschen und Strukturen in Beziehung treten.

Aber die Zahlen sind „erdrückend“ deutlich „pro Coop“:

·         Mehr als 39 Millionen Menschen sind als Arbeitnehmer in diversen Unternehmensformen beschäftigt.
·         Etwa 36 Millionen Menschen sind – mindestens in einem Verein Mitglied
·         Mehr als 21 Millionen Menschen sind Mitglied einer Genossenschaft
·         Fast 50 Millionen Menschen sind Mitglied in einer der beiden größten Kirchen und größeren – anerkannten Religionsgemeinschaften

Und hinzukommt, dass es derzeit keine wirkliche Orientierung in Richtung einer Veränderung zu mehr Kooperation zu geben scheint. Man gibt sich damit zufrieden, „Schadensbegrenzung“ zu betreiben, von substanzieller Veränderungs-bereitschaft ist wenig zu spüren.

Dabei befinden wir uns mitten in einem tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel, an dessen Ende, wohl nur wenig von dem bestehen bleiben könnte, was uns heute bekannt ist und auf das Wirtschaft, Politik und alle Bereiche der Gesellschaft seit Jahren ausgerichtet sind.

Die kritischen Stimmen mehren sich, dass ein solcher Wandel für viele Menschen im Lande, (gleichermaßen junge und ältere), für wirtschaftliche Strukturen (besonders den Mittelstand), letztlich für das gesamte gesellschaftliche und politische Umfeld enorme Risiken und hohe Veränderungsbereitschaft erfordern.

Die kritischen Stimmen mehren sich ebenfalls, die sagen, dass die Instrumente von Konkurrenz und Gegeneinander künftig eher Probleme erzeugen werden, als lebenskonforme Lösungen anzubieten.

Immer mehr Wissenschaftler erkennen, dass Kooperation (Miteinander) – quasi auf ganz natürliche Weise, wie die Natur und unser Körper es zeigen – zugleich effizient und effektiv wirkt. Sie erkennen darin das „Potenzial der Zukunft“.

„CoopGo“ oder „Kooperation Jetzt“ oder „Zukunft im Miteinander“, wie immer man es auch bezeichnen mag, es sollte keine Zeit mehr versäumt werden, die „Bilder“ der neuen Gesellschaft entstehen zu lassen.

Dass sozusagen bereits – fast alle Menschen im Lande – kooperative Erfahrungen in kooperativen Strukturen gesammelt haben, ist ein ausgezeichnete Grundlage, zugleich einen kooperativen Umbau ins Auge zu fassen.

Und genau dort setzt CoopGo an:   

·         Unabhängig, überparteilich, quasi wie ein landesweites „Open-Source-Projekt“, das Bewusstsein zu schärfen, gemeinsam die „Bilder“ einer leistungsstarken, humanen, fairen und friedvollen Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu entwickeln, deren Denken und Handeln in den Prinzipien von Miteinander und Füreinander verankert, fester Bestandteil sind.

 
Menschen wollen mehr „Miteinander“ statt „Gegeneinander“

Die Meinung der Menschen in unserem Lande geht seit einiger Zeit sehr konsequent in Richtung einer gesellschaftlichen Struktur des „Miteinanders“.
Immer mehr Menschen spüren, dass „Gegeneinander“ (Konkurrenz) nicht mehr stimmig ist. Umfragen – aus unterschiedlichen Bereichen - belegen dies stabil und deutlich.
Menschen wünschen sich eine „Kultur des Miteinanders“ (Kooperation), nicht nur in der Wirtschaft, auch in Politik und allen Bereichen der Gesellschaft.

Die Öffentliche Meinung geht recht konsequent auf Kurs „Kooperation“. Dies heißt jedoch noch längst nicht, dass eine Gesellschaft des Miteinanders bereits zeitnah zu realisieren wäre. Es wird Schritte des Übergangs geben müssen, Zeiträume in denen ein geordneter Wandel ablaufen muss.

Doch es gibt bisher nur wenig „Bilder“ von dem, wie ein solcher Wandel faktisch erfolgen könnte. Zwar entstehen bereits wertvolle Vorbilder in kleineren Nischen, aber der Umbau einer hochtechnisierten, komplexen Wirtschaft ist etwas völlig anderes.

Zeitgleich vollzieht sich – auch in den bisher als Wettbewerb organisierten Bereichen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – ein (zusätzlicher) Wandel, der seines gleichen sucht. Begriffe wie Digitalisierung oder Arbeit 4.0 deuten an, was gemeint ist.

Die Konkurrenzgesellschaft steht vor tiefgreifenden Veränderung und quasi zeitgleich soll bzw. muss ein weiterer – vor allem technisch-technologische determinierter Umbau organisiert werden, sozusagen Umbau von einer Wettbewerbsgesellschaft zu einer Kooperationsgesellschaft auf höchstem technologischen Niveau. …


Das Neue erfordert ungewohnte Antworten 

Intelligente Unternehmer und Wissenschaftler sehen z.B. die Einführung eines Grundeinkommens als unabdingbar an, um sozialen Frieden dauerhaft zu gewährleisten. Parallel dazu wird massiv von Seiten der Politik dieses Thema ignoriert. Sprachlosigkeit und unfruchtbares Gegeneinander verhindern geeignete Lösungswege. Jetzt wäre Diskussion angesagt, um rechtzeitig über die besten Lösungen in Gespräche einzutreten. Eine wahrhaft kooperative Basis zu schaffen, die begehbare Brücken baut, statt unnötig Zeit mit dem Beharren auf „bröckelndem“ Terrain zu verschenken.

Die Situation zeigt beispielhaft, was es bedeutet, vom „Wettbewerbs-Modus“ in den „Kooperations-Modus“ zu wechseln. Das Traditionelle lässt scheinbar wenig Spielraum für zeitnahe Veränderungslösungen, und mögen diese auch noch so ratsam, wichtig und richtig sein.

Und dabei ist das Thema „Grundeinkommen“ – bei aller Bedeutung – nicht das Einzige oder gar am Schwierigsten lösbare Problem.

Das Thema zeigt jedoch sehr gut, wie wichtig jetzt eine Bewegung wäre, die jenseits aller parteipolitischen Positionen, losgelöst von Interessengruppen und einseitig verengtem Lobbyismus, sich grundlegend neuen Themen und Entwicklungen, unbefangen zuwenden könnte. …


CoopGo – Eine wertvolle Bewegung des Wandels

Um den Menschen – die durchaus berechtigten Ängste – vor tiefgreifenden gesellschaftliche Veränderungen zu nehmen, macht es viel Sinn, jetzt aufzuzeigen, dass dieser technisch-technologische Wandel zugleich mittels kooperativer Entwicklungen und Gestaltungen zu synchronisieren ist. Es macht für Menschen ganz offensichtlich einen erheblichen Unterschied, ob Veränderung inmitten eines Systems der Konkurrenz (Gegeneinander) oder eines Systems des Miteinanders (Kooperation) erfolgt.
Um dies zu gewährleisten, ist CoopGo weder eine Partei, noch ein Lobby-Verband, sondern eine Bewegung von Menschen und Institutionen. Was CoopGo von Anfang an eint ist, dass es einer starken, koordinierten, auf breiter Basis aufgestellten Bewegung bedarf, um in die verschiedensten Bereiche von Wirtschaft, Gesellschaft, Medien, Politik, etc. wirksam hineinzuwirken zu können.
CoopGo soll sozusagen ein Bindeglied für viele – durchaus unterschiedliche Gruppen, einzig der Idee verpflichtet, dass Kooperation die Grundlagen unserer Gesellschaft bilden kann und muss, um wahre Zukunftsfähigkeit, Lebensqualität, Freiheit und Menschlichkeit in unserem Lande entstehen zu lassen.
Die traditionellen Grundwerte von Genossenschaften und Vereinen, wie z.B. Selbstorganisation, Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Selbstvertrauen können dafür wichtige – weil erprobte – Eckpfeiler sein.
Die Initiatoren der CoopGo-Bewegung bauen auf jahrelangen Erfahrungen in und mit kooperativen Strukturen auf.
Sie wissen deshalb auch, dass bereits jetzt nach kooperativen Grundlagen organisierte Institutionen und Unternehmen sich weiterentwickeln müssen. Dennoch können z.B. Genossenschaften – besonders international gesehen – durchaus wichtige Grundlagen für einen kooperativen Umbau in unserem Lande liefern. …
 

CoopGo -  Das Bestehende entwickeln und das Neue gestalten   

Genossenschaften könnten und sollten wichtige „Eckpfeiler“ darstellen, um diesen fundamentalen Wandel, der fast alle Bereiche der Gesellschaft erfassen wird, zu gestalten. Aber die etwa 8500 genossenschaftlichen Unternehmen in Deutschland sind bislang erst bedingt in der Lage, einen wirklich bedeutsamen Beitrag für einen kooperativen Wandel zu organisieren. Selbstkritisch müssen die genossenschaftlichen Verbände eingestehen, dass es z.B. so etwas wie eine mittelständische genossenschaftliche Unternehmensstruktur bisher außerhalb des Dienstleistungssektors kaum gibt. Aber genau solche – vor allem kleinere und mittlere Produktionsunternehmen als Genossenschaften wird es geben müssen, wenn man glaubhaft in Aussicht stellen will, dass Konkurrenz durch Kooperation – Step by Step – ersetzt werden soll und kann. Auch wenn man solche Fragen gern verdrängen würde: Selbst für die heutigen (Konkurrenz-)-Konzerne sollten kooperative Lösungen – längerfristig - nicht außer Acht bleiben.
„Mischlösungen“ könnten in vielen Bereichen der Wirtschaft zumindest interessante „Übergangs-Varianten“ darstellen. Beispiele könnten z.B. sein: Die derzeit Beschäftigten in einer AG oder GmbH könnten sich in einer „Unternehmens-Genossenschaft“ organisieren. Was genau eine solche Genossenschaft für eine Funktion hätte, wäre zu entwickeln und dürfte von Unternehmen zu Unternehmen anders sein. Wie so etwas letztlich zu realisieren wäre, könnte/müsste im Rahmen eines entsprechenden Gesetzes (Kooperationsgesetztes) näher beschrieben werden. Allein um ein solches Gesetz sinnvoll zu gestalten, bedarf es einer Menge Kreativität, Sachverstand und Einsichtsfähigkeit.
Nur wo kommt dieser „Sachverstand“ her, in einer Gesellschaft, die über Jahrzehnte in einem „Spielfeld“ namens Konkurrenz gewirkt und „trainiert“ hat?

Erinnern wir uns, welche Widerstände z.B. zu überwinden waren, um Mitbestimmung und Eigentumsrechte einsichtsvoll zu „harmonisieren“.  Letztlich wurde auch diese Hürde genommen und Mitbestimmung gesetzlich geregelt.

Für Vereine und andere potenzielle Kooperationsstrukturen (Kirchen, etc.) könnte durchaus die Verbindung von kooperativen Strukturen – wie z.B. Genossenschaften - von Interesse sein.  Wenn Vereine (zusätzlich) Genossenschaften gründen, könnten sich völlig neue Potenziale zur Mitgliederwerbung ergeben. So begänne sich ein System „WirKraft“ allmählich wirksam zu entfalten. Oder was spräche dagegen, wenn sich z.B. „Unternehmens-Genossenschaften“ – weitergehend - mit Vereins- bzw. „Kirchen-Genossenschaften“ intelligent vernetzen und daraus planvoll sukzessive eine „Kooperationsstruktur der 2.Stufe“ entstünde?
Viele Möglichkeiten sind bereits bekannt, einige bereits vorteil- und beispielhaft realisiert. So könnte recht zügig ein ganzer „WirKraft-Sektor“ entwickelt werden.  Wo ein Wille ist wird es auch (intelligente) kooperative Lösungen geben. Der Ideen gibt es gewiss viele, nur wären dafür die geeigneten  „WirKraft-Experten“ zu finden?

Das „CoopGo-Signet“ könnte helfen, um Beratergruppen - z.B.  Unternehmensberater, Steuerberater und Rechtanwälte -  zu animieren, sich kooperativ(er) auszurichten. Ein solches Symbol – verbunden mit den entsprechenden „WirKraft-Kompetenzen“ eröffnet neue Handlungsfelder und verspricht neue Kundenpotenziale.

Damit drängt sich – möglicherweise - förmlich ein neues Betätigungsfeld für CoopGo auf: Die Aus- und Weiterbildung für kooperative Strukturen, zumal wenn diese nicht in Form einer Genossenschaft tätig werden, was durchaus möglich sein sollte. Kaum jemand kann annehmen, dass Einrichtungen, wie Industrie- und Handwerkskammern die – per se - geeigneten Partner wären um entsprechende Dienstleistungen für kooperativ aufgestellten Startups oder „Unternehmen am Markt“ anzubieten. Sie mögen das „Konkurrenz-Spiel“ beherrschen, aber Kooperation ist etwas völlig anderes und dafür gibt es bisher kein Personal. Auch  „Head-Hunter“ müssen (noch) „passen“, bekämen sie Aufträge zur Suche von Managern mit kooperativen Kompetenzen. …      

Die Gestaltungs-Formen im Umbauprozess werden vielfältig sein, die Aufgaben beträchtlich. Unverzichtbar – besonders in der „Umbau-Phase“ ist jedoch, dass die Menschen, die innerhalb solcher Organisationen und Strukturen tätig sind. von Anfang an erleben:

·         Seit wir kooperativ denken und handeln haben sich viele für uns wichtige Interessen bzw. Probleme zum Positiven entwickelt.

Um das zu gewährleisten, muss das in Aussicht gestellte kooperative „Chancen-Potenzial“ - hautnah und praxisbezogen - für alle Teilnehmer am kooperativen Umbauprozess sichtbar und erfahrbar werden. Das könnte leicht zu so etwas wie eine „Herkules-Aufgabe“ werden, sofern geeignete Qualifikations-Institutionen und Berater nicht unterstützend verfügbar sind.

Wer meint, dass ein kooperativer Umbauprozess zeitnah und reibungslos zu hantieren wäre, sollte umdenken. Idealismus und Phantasie werden wichtige Hilfe leisten können, aber für eine erfolgreiche Umsetzung ist viel „kooperative Professionalität“ erforderlich. Und um diese herzustellen, bedarf es entsprechender zeitlicher Vorläufe. …

Diese Beispiele sollen und können lediglich andeuten, welche Vielfalt von Aufgaben sich einer „CoopGo-Bewegung“ stellen, wenn sie es ernst meint, einen kooperativen Umbauprozess unseres Landes aktiv und einflussreich zu gestalten.

Fassen wir das zusammen, so könnte man vielleicht sagen:

·         CoopGo muss zunächst Menschen aus allen relevanten gesellschaftlichen  Bereichen zusammenführen, um gemeinsam die Grundlagen (Bilder) entstehen zu lassen, die für einen gesamtgesellschaftlichen, kooperativen Wandel zugleich relevant und für viele Menschen nachvollziehbar sind. Entscheidend für aktives Mitmachen ist immer, dass sich Mehrheiten damit identifizieren können und sich von einer Idee bzw. deren Konzept angesprochen (inspiriert) fühlen.


CoopGo setzt auf (kooperative)Wissenschaft und Forschung

Wissenschaft und Forschung haben derzeit in Sachen „kooperativer Wandel“ erst wenig anzubieten, um von dort – zeitnah – wesentliche Impulse  zu bekommen. Wir wollen keineswegs die jahrelange Arbeit der –„genossenschaftlichen Forschungsinstitute“ schmälern, aber um einen gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozess substanziell begleiten zu können, wäre sie sicherlich überfordert, zumal es um wesentlich mehr geht, wie sich „nur“ auf den Genossenschaftssektor zu begrenzen. Aber so waren sind sie aufgestellt und ausgerichtet.
Was es jetzt bedarf ist, „Kooperation“ zu einem integralen Forschungsfeld von fast allen wissenschaftlichen Studienbereichen auszurichten. Nicht nur die wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten sind einseitig auf den „Konkurrenz-Modus ausgerichtet.
An fast allen deutschen Hochschulen und Universitäten wurde bisher – zumindest inzident – gelehrt und geforscht, mit einem „Konkurrenz-System“ umzugehen.

Um Habilitationen oder Promotionen zu kooperationswissenschaftlichen Themen zu finden, muss man sich gehörig anstrengen. Die Vermutung ist naheliegend, dass man keine einzige Fakultät in Deutschland finden dürfte, die zumindest kooperative Schwerpunkte in ihre Studienangebote integriert hat oder gar entsprechende Studienabschlüsse anbietet.
Auch hier könnte eine Mitwirkung in der „CoopGo-Bewegung“ Anreiz sein, um im Wettbewerb um die Gunst der Studenten, interessante Vorteile eröffnen. CoopGo wird ein „Forschungs-Institut für Kooperation“ initiieren, das eng mit Hochschulen und Universitäten zusammenarbeiten wird. Professoren und Hochschullehrer, die längst erkannt haben, dass eine „Kooperations- bzw. Miteinander-Gesellschaft“ nicht nur zukunftsfähiger, wie eine „Konkurrenz-Gesellschaft ist“ gibt es durchaus. Was fehlt ist, dass deren Anliegen nunmehr zeitnah zu entsprechenden politische Resonanzen in der Bildungspolitik führt.

Die Zeit, dass Universitäten und Hochschulen, sich bewusst als „Coop-Unis“ ausweisen, wird umso eher eintreten, wie es gelingt, die CoopGo zu einer kraftvollen Bewegung zu entwickeln.


CoopGo soll „Faszination in und für Kooperationen und Genossens-chaften“ erzeugen

Zurück zu den aktuellen Voraussetzungen. Im Vergleich mit anderen europäischen Staaten ist in Deutschland die Gründung und Entwicklung von Genossenschaften eher „bescheiden“. Länder wie Frankreich, Spanien, Italien , Schweiz, etc. haben nicht nur – in Bezug auf die Einwohnerdichte – wesentlich mehr Genossenschaften, auch deren Neugründungen sich erheblich mehr.
Wir wollen dies am Beispiel der Schweiz verdeutlichen:
Würde man die Dichte (bezogen auf die Einwohnerzahl) von Genossenschaften der Schweiz auf Deutschland übertragen, sollte es eigentlich in Deutschland weit über 90.000 (!) Genossenschaften geben. Es gibt jedoch in Deutschland lediglich ca. 8500 Genossenschaften.
Erinnern wir uns, dass es zu Zeiten der Weimarer Republik in Deutschland bereits über 50.00 Genossenschaften gab, erkennt man unschwer: Deutschland ist weit davon entfernt, als „Vorbild“ zu dienen. 
Wir wollen nicht die dafür ausschlaggebenden Gründe weiter thematisieren, sondern lediglich mutmaßen, dass es derzeit einfach keine Art „Sog-Wirkung“ in Richtung Genossenschaften zu geben scheint.
Aber daraus den Schluss zu ziehen, dass in Deutschland kein „kooperativer Handlungsbedarf“ oder gar „kooperatives Desinteresse“ bestünde, wäre falsch und fatal. Genau das Gegenteil ist der Fall. Umfragen – besonders bei Startups – zeigen, dass man Kooperation sehr schätzt und gern – auch unternehmerisch - im „Miteinander“ denkt und handelt.
Woran mag es dennoch liegen, dass Genossenschaften so wenig „Sog-Kraft“ entwickeln? Jährlich werden in Deutschland ca. 280.000 Unternehmen, davon etwa 92.000 Kleinunternehmen neu gegründet. Davon werden lediglich 100 Unternehmen in der Rechtsform einer Genossenschaften gegründet.
Sofern es nicht gelingt, die Ursachen für diesen Widerspruch zu thematisieren und abzustellen, scheint sich diese Diskrepanz zwischen „kooperativer Faszination“ und genossenschaftlicher „Verweigerungshaltung“ nicht aufzulösen.      

Das könnten die Verbände anders sehen, denn einige haben sich ganz gut mit den bestehenden Verhältnissen arrangiert. Ohne zu kritisieren, muss man einsehen, dass es bisher (noch) nicht gelungen ist, so etwas wie eine „Faszination in und für Genossenschaften“ auszulösen. Das Jubiläumsjahr „Raiffeisen-200“ könnte – wenn man wirklich wollte - eine ideale Startbasis sein für so etwas wie „Geno-2.0“. Wird das auch von den Initiatoren schon so gesehen und dann – was wichtiger wäre, auch so getan bzw. genutzt?

CoopGo hat dazu eine klare Position:

·         Gemessen an den Entwicklungen in anderen europäischen Staaten, haben wir in Deutschland einen „qualitativen und quantitativen“ Nachholbedarf. Das ist keine Kritik, aber eine Tatsache, die zugleich herausfordert, denn Genossenschaften ohne „Faszination“ sind erst eine relativ leblose „Kooperations-Hülle“, aber erst eine lebendige „Förder-Gemeinschaft“ der Menschen setzt die vermuten „Kooperations-Energien“ frei, die zu den notwendigen „Kooperations-Vorteilen“ führen. 

Eine der wichtigsten Aufgaben von CoopGo wird es demnach sein müssen, diese Situation zu verändern.

CoopGo – und damit verbundene „CoopGo-Signet“ – stehen für einen Weg, der genau diese „Faszinations-Barrieren“ beseitigen soll.


CoopGo – Eine Bewegung zur Förderung der kooperativen Selbstverant-wortung

Da CoopGo – zumindest ist das derzeit nicht beabsichtigt – kein Verband, sondern eine Bewegung sein soll, setzen wir auf „offene Kooperation“ mit den bestehenden Verbänden im Genossenschaftssektor. Durch Überzeugungsarbeit – so die bereits gesammelten Erfahrungen – sind durchaus zahlreiche Verbände bereit, z.B. mögliche Gründungshürden für Genossenschaften zu überprüfen und abzustellen.
CoopGo wird auf seiner Homepage die Verbände veröffentlichen, die sich den Kernelementen des (vorläufigen) „CoopGo-Kodex“ verbunden fühlen. Diese Verbände erkennt man daran, dass sie das „CoopGo-Signet“ – auf Briefbögen, Homepage, etc. – führen.

Es wäre jedoch missverständlich zu meinen, CoopGo würde Mitglieder in Verbänden, die (noch) nicht zur CoopGo-Bewegung gehören, vom Führen des „Coop-Signets“ ausschließen. Das tut CoopGo ganz sicher nicht. Uns geht es nicht um „stimatisieren“, sondern um „faszinieren“. Wer sich nicht für „Faszination in Genossenschaften“ (einsichtsvoll) begeistern lässt, der würde „CoopGo“ eher schaden als nützen. So macht es durchaus Sinn, auch Genossenschaften, die in Verbänden Mitglied sind, die sich (noch) nicht mit den Ideen von CoopGo verbunden fühlen,  gleichwohl das Führen des „CoopGo-Signets“ zu ermöglichen.

Gleichwohl erwartet CoopGo jedoch von jeder Genossenschaft, die sich pro CoopGo offen bekennt, sich auch den „Spielregeln“ – niedergelegt im jeweils aktuellen Coop-Kodex“ – entsprechend zu verhalten. So etwas ist nur dann zu erreichen, wenn das Führen des „Coop-Signets“ auch zurückgenommen werden kann. Wie dies genau funktioniert, wird derzeit erarbeitet.

Ganz allgemein gilt der Grundsatz:

·         Wer signalisiert, nach den CoopGo-Grundsätzen zu arbeiten. Muss auch gewährleisten, dass dies erfolgt – nach innen und nach außen. Dieser „Vertrauensschutz“ ist unaufhebbar.


CoopGo – Wir fordern ein politisches Kooperations-Signal des Staates

Ein Grund, dass Genossenschaften bisher in Deutschland erst relativ geringe unternehmerische Resonanz gefunden hat, liegt sicherlich auch an der „realpolitischen“ kooperativen „Verweigerungshaltung“ des Staates.
Damit meinen wir z.B. dass es fatal ist anzunehmen, dass sich Kooperation in einem wirtschaftlichen Umfeld angemessen entwickeln könnte, das durchgängig im „Konkurrenz-Modus“ funktioniert. Dies gilt sowohl in Bezug auf das kooperative Verhalten nach innen (Mitarbeiter), den förderwirtschaftlichen Aspekt (Teilhaber), wie auch in Bezug auf das konkrete Marktverhalten.

Die kooperativen „Spielregeln“ konsequent anzuwenden, ist Genossenschaften kaum möglich. Das wird am Thema „Verbraucherschutz“ recht deutlich. Mitglieder in Genossenschaften können – selbstorganisiert – einen wesentlich effektiveren Verbraucherschutz herstellen, als der Staat. Dennoch werden Genossenschaften genauso behandelt, wie andere Rechtsformen. Das mag auf den ersten Blick plausibel sein, ist jedoch auf den zweiten Blick kontraproduktiv und greift – ob bewusst oder unbewusst – in die Autonomie der Selbstorganisation ein.

Wenn Genossenschaften – den staatlichen Regelungen weit überlegene – positive Gestaltungen praktizieren, werden sie dadurch eher „bestraft“, wie belohnt.
So sind z.B. die Mitgestaltungsmöglichkeiten von Teilhaber-Beschäftigten  durchaus denen von „Nicht-Teilhaber-Beschäftigten“ weit überlegen zu gestalten. Doch dafür gibt es keine staatlichen Anreize.
Ähnlich gilt das für viele Bereiche des Wirtschaftens. Eine Genossenschaft, die den Förderauftrag positiv gestaltet, wird dafür keineswegs „honoriert“, z.B. durch Steueranreize. Ganz allgemein gesehen, bedarf es dringend so etwas  wie einen „kooperativen Nachteilsausgleich“ oder einen „kooperativen Gründungsanreiz“. Ganz allgemein geht es darum, dass der Staat zeigt, dass er „Kooperation“ für besonders förderwürdig beurteilt. Die Anreize könnten z.B. in Form von Steuervorteilen bestehen (analog der Körperschaftssteuer-Vorteile für Wohnungsbaugenossenschaften) oder in Form von Fördermittel gewährt werden. Die besondere Förderung von Energiegenossenschaften, zum Erfolg einer „Energiewende“ war beispielgebend dafür, was möglich ist, sofern man wirklich über politische „Lippenbekenntnisse“ zugunsten von mehr Kooperation in Deutschland hinausgehen wollte.
Was spräche eigentlich gegen eine „Kooperations-Wende“. Bedeutsam genug ist das im Ansehen der Bevölkerung allemal, wie die stabilen Umfragewerte zeigen.  Die derzeitige Situation passt eher in das Bild vom „Karpfen im Haiteich“. Kaum jemand würde hier von einem fairen „Wettbewerb“ reden. …


CoopGo – Das WIR organisiert sich selbst: Ein „Coop-Rat“ und ein Coop-Parlament sind wichtige Etappen zur kooperativen Selbstorganisation

Die Arbeit der diversen CoopGo-Initiativen zu koordinieren, politische Initiativen zu organisieren und den kooperativen Entwicklungsprozess zu kommunizieren ist notwendig und unverzichtbar.

Dazu wäre eine Art parlamentarische (Coop-) Struktur eine durchaus angemessene Idee. Ein parlamentarischer Rat bereitete den Gründungsprozess der Bundesrepublik vor. Ihm gehören „Delegierte“ aus Parteien und Gruppen an. Was spräche dagegen, einen „Kooperations-Rat“ einzuberufen, um ein „Kooperations-Parlament“ entstehen zu lassen. Ein kooperativer Wandel würde zweifelsfrei friktionsfreier verlaufen können, wenn es eine institutionalisierte Arbeitsteilung gäbe und eine Kommunikation zwischen politischem Parlament (Bundestag) und Kooperations-Parlament (oder SelbstorganisationsParlament) geregelt wäre.

Schlussendlich wird man nicht daran vorbeikommen, dem Grundgesetz hinzuzufügen, dass „Kooperation“ wichtiger Teil der Zielbestimmung des Staates wird. …
  
 
CoopGo – Eine Signatur, die eine „Identifikation“ und „Energie“ für einen konzertierten  „kooperativen Wandel“ in Deutschland befördern wird

Um zu gewährleisten, dass CoopGo eine Bewegung bleibt, ein modernes „Open Source-Projekt“ ist, das zum Mitmachen auf- bzw. herausfordert, bedarf es zu es zumindest einiger „Erkennungs-Zeichen“.
Dazu dient zunächst das „CoopGp-Signet“. Jeder Mensch, der sich zu der Idee eines kooperativen Wandels in unserem Lande hingezogen fühlt, sollte das auch deutlich machen können.

Um als kooperative Struktur (Genossenschaft, Verein, etc.) in Erscheinung treten zu können, kann auch das CoopGo-Signet auf Briefbögen, auf Homepages, etc. genutzt werden.

Jetzt geht es darum einen CoopGo-Kodex – verbindlich - für Unternehmen und Organisationen gemeinsam zu entwickeln. Die ersten Entwürfe liegen dafür vor; Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Darin sollen kooperative „Mindest-Standards“ festlegt, die allesamt dazu dienen müssen, das zu erzeugen, was die absolute Mehrheit der Menschen unseres Landes wünscht und fordert:

·         In Deutschland engagierte Menschen und Experten aus allen Bereichen von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik miteinander zu verbinden.

Nur dann kann das möglich werden, was die Menschen mit großen Mehrheiten und zunehmender Beharrlichkeit fordern:

·         Unser Land braucht – über alle durchaus sonstigen Unterschiede hinweg - eine Allianz der Menschen zum Aufbau einer „Miteinander-Gesellschaft“


CoopGo – Gemeinsam für ein „Deutschland des Miteinanders“

Derzeit wird die „CoopGo-Initiative“ von und über die Redaktion www.genossenschaftswelt.de koordiniert. Eine eigene Homepage ist im entstehen (www.coopgo.de ).

Wer Interesse hat, an den Grundlagen des „kooperativen Umbaus“ unseres Landes mitzuwirken, kann sich dort gern registrieren lassen. Beiträge und natürlich eigene Initiativen, die bereits gestartet sind, werden gern veröffentlicht.

Jetzt bedarf es Mut, etwas Zeit und kreativer Ideen!

Aber es lohnt sich, denn das Projekt ist zweifellos wichtig:

·         Ein dramatischer Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft hat in Deutschland bereits begonnen.
·         Und es ist der Wille der absoluten Mehrheit der Menschen dieses Landes, dass er zu einem kooperativen Umbau genutzt wird.

CoopGo ist Mitinitiator, dass dies gelingen kann. Machen Sie mit, werden Sie Teil dieser CoopGo-Bewegung!